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Anzahl neuer Start-ups in der deutschen Games-Branche geht drastisch zurück

Im Vergleich zu 2020 gibt es 65 Prozent weniger Neugründungen in der deutschen Games-Industrie. Das Schwächeln der Games-Förderung dürfte dabei eine Rolle spielen.

Mit dem Start der Bundesförderung für Videospiele kam es in Deutschland zu einem Anstieg der Neugründungen. Dieser Trend ebbt nun aber nach und nach ab. Waren es im Jahr 2020 noch 93 Start-ups, konnten 2023 nur noch 33 neue Games-Unternehmen verzeichnet werden.

Games-Förderung reißt Statistik mit runter

Ein Hauptgrund für den Rückgang dürfte neben der schlechteren Wirtschaftslage vor allem die Bundesförderung sein, die momentan auf Eis liegt. Ohnehin steht das aktuelle Modell in der Kritik – die Branche fordert eine Neuausrichtung. Immerhin: Nur 6,6 Prozent aller Unternehmen (derzeit 948) mussten bisher Insolvenz anmelden.

Die meisten Gründungen wurden in Bayern (62), Berlin (57) und Nordrhein-Westfalen (38) angemeldet. Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass diese drei Bundesländer über die größten Fördertöpfe auf Regionalebene verfügen. Zum Vergleich: In Schleswig-Holstein gab es nur drei Gründungen, in Thüringen sogar nur eine.

Das sagt Felix Falk von game-Verband: Die Ergebnisse des game Neugründungsreports senden eine deutliche Botschaft: Nach den vielen ermutigenden Neugründungen seit Start der Games-Förderung droht dieser Aufschwung bereits drei Jahre später wieder zu versanden. Neben dem international herausfordernden Investitionsklima trägt hierzu vor allem das Hin und Her bei der Games-Förderung in Deutschland bei. Die Bundesregierung muss endlich für international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen sorgen, dann werden wir auch an die Gründungsdynamik der vergangenen Jahre anschließen können. Gleichzeitig zeigen die Daten, dass es deutlich mehr Gründungen in den Bundesländern gibt, die sich besonders stark für die Games-Branche einsetzen. Der regionale Einsatz für die Games-Branche zahlt sich also direkt aus.

Quelle: game

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