In der ersten Jahreshälfte konnte die Games-Branche in Deutschland einen Umsatz von rund 4,3 Milliarden Euro verzeichnen. Das sind 6 Prozent weniger als 2023.
Die fetten Jahre, die der Games-Industrie unter anderem durch die Corona-Pandemie beschert wurden, sind vorbei. Das gilt international genauso wie für Deutschland. Laut dem game-Verband gingen die Umsätze in der Bundesrepublik im ersten Halbjahr 2024 um 6 Prozent zurück und liegen bei 4,3 Milliarden Euro. Zuletzt wurden zudem deutlich weniger Start-Ups angemeldet.
Online-Dienste weiterhin auf dem Vormarsch
Die mit Games, Games-Hardware und Gaming-Online-Services erwirtschafteten Umsätze waren in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. Jetzt liegt in einem Zeitraum von sechs Monaten erstmals seit langer Zeit wieder ein Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vor.
Den größten Umsatzrückgang gab es mit 18 Prozent bei der Games-Hardware. Die „Switch 2“ könnte in diesem Bereich für bessere Zahlen sorgen, wenn sie 2025 auf den Markt kommt. Auch der Umsatz mit Computer- und Videospielen sank um 4 Prozent. Zulegen konnten dagegen die Gaming-Online-Services: Der Umsatz mit Netzwerk-, Cloud- und Abonnement-Diensten stieg um 25 Prozent auf 516 Millionen Euro.
Das sagt der game-Verband: „Erstmals seit vielen Jahren geht der Umsatz mit Games in Deutschland aber auch weltweit zurück. Einer der Gründe hierfür ist das herausragende erste Halbjahr 2023 mit so vielen Blockbuster-Spielen wie selten zuvor. Im ersten Halbjahr 2024 gab es dagegen deutlich weniger Top-Veröffentlichungen und der große Aufholprozess beim Kauf aktueller Spielekonsolen war abgeschlossen, so dass sich ihr Absatz wieder normalisiert.“
Hoffnung gamescom: Die Frage ist, ob es sich um ein temporäres Phänomen handelt oder um einen anhaltenden Trend. Der Geschäftsführer des game, Felix Falk, glaubt nicht an ein negatives Szenario. Er denkt, dass die Umsätze schon bald wieder steigen werden. Ein Indiz dafür ist die gamescom 2024, die vom 21. bis 25. August mit einer Rekordzahl an Ausstellern aufwartet.
