Die Anzahl der durch die Bundes-Förderung finanzierten Projekte wächst beständig. Wir sammeln fleißig die Neuzugänge und bündeln alle wichtigen Informationen zur Computerspiele-Förderung und den bisher bewilligten Projekten in einer kompakten Übersicht.
Nachdem sich die Games-Branche seit Jahren vergeblich um staatliche Förderungen bemüht hatte, gab der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD vom Februar 2018 endlich grünes Licht für die Computerspiel-Förderung auf Bundesebene.
Durch diese Investitionen soll die Zukunft der Spieleindustrie nachhaltig gestärkt werden. Denn an der Schnittstelle zwischen Kreativ- und Technikbranche ist sie ein entscheidender Innovationsmotor, auch für andere Wirtschaftsbereiche.
Alleine in der Pilotphase, die 2019 gestartet worden war, wurde die Förderung von fast 230 Games bewilligt. Einige davon wurden mittlerweile sogar schon fertiggestellt. Für diese sogenannten De-minimis-Beihilfen gab der Staat insgesamt 27 Millionen Euro aus.
Was und wo wird gefördert?
Seit dem 28. September 2020 ist es für Unternehmen mit Sitz, Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland möglich, einen Antrag für die Produktionsförderung einzureichen.
Voraussetzung ist nach Vorgabe der Europäischen Kommission ein sogenannter Kulturtest über den Inhalt und kulturellen Hintergrund des Spiels.
Während in der Pilotphase maximal 200.000 Euro pro Vorhaben vergeben wurden, sind inzwischen Zahlungen von bis zu 9 Millionen Euro möglich. Rekordhalter ist momentan Project Black von Fishlabs und Embracer mit 5.527.514 Euro.
Betragen die Entwicklungskosten weniger als 2 Millionen Euro, übernimmt der Bund die Hälfte, wird dieser Wert überstiegen, gibt es nur noch bis zu 25 Prozent Zuschuss. Zurückgezahlt werden muss das Geld nicht.
Alle Details zum Prozess der Antragstellung findet ihr auf der Seite des zuständigen Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).
Die vom Bund geförderten Projekte
Aus der Liste lässt sich ein klarer geographischer Schwerpunkt in Berlin einerseits und München/Bayern andererseits feststellen. Die restlichen Projekte verteilen sich hauptsächlich über südliche und westliche Bundesländer mit Kiel (Altenholz dazuzählend) als nördlichem Ausreißer.
In unserer alphabetisch geordneten Übersicht sind neben (Arbeits-)Titel, Unternehmen, Herkunft und Fördersumme auch eine kurze Einordnung des Genres sowie die Förderlaufzeit zu finden. Wer mehr über die einzelnen Projekte erfahren möchte, folgt einfach den Links zu den Studios, die ebenfalls eingefügt sind. Los geht es mit dem Jahr 2019.
Alle vom Bund geförderten Games aus dem Jahr 2019:
Ad Infinitum – Hekate GmbH (Berlin) – im Krieg verschwimmt die Grenze zwischen Realem und Alptraum – Fördersumme: 149.895 Euro – Laufzeit: 01.10.2019 bis 30.06.2020
Indoor Park Simulator – Pixelsplit GmbH & Co. KG (Frankfurt am Main) – Indoor Park Simulator – Fördersumme: 45.004 Euro – Laufzeit 16.12.2019 bis 31.08.2020
Prosperous Universe Mobile – simulogics GmbH (Roßdorf) – MMO-Online-Simulation in realistischem Sci-Fi-Setting – Fördersumme: 191.879 Euro – Laufzeit: 16.12.2019 bis 31.07.2021
The Cost of Recovery – Off The Beaten Track UG (Kiel) – narratives Third-Person-Adventure Spiel – Fördersumme: 117.601 Euro – Laufzeit 01.10.2019 bis 31.05.2021
Weiter geht es mit den Neuzugängen aus dem Jahr 2020:

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