„Learning by Hearing“ ist das neue Motto! Mit unserem Podcast-Format liefern wir euch wertvolle Tipps für eure Karriere und euren Projekterfolg in der Games-Branche. Der Clou: Ihr könnt sie euch ganz bequem beim Kochen, Zocken oder Bugfixen einverleiben. Damit ihr auch in der Zeit zwischen unseren Episoden gut versorgt seid, nehmen wir euch hier mit auf einen kleinen Ausflug zu thematisch benachbarten Podcasts!
Deutschsprachige Game-Dev-Podcasts
Wir beginnen unsere Reise mit der Vorstellung von Podcasts direkt vor eurer Haustür. Und zwar mit denen, die sich auf Info-Formate, Interviews und Talk-Runden zum Fokusthema Game-Dev spezialisiert haben.
Game Dev Podcast
Im GameDevPodcast lädt Moderator Simon einmal im Monat eine/n Gesprächspartner/in ein, um mit ihm/ihr aus einem persönlichen Blickwinkel über die Branche und ihre Herausforderungen zu sprechen. Dabei geht es meist um allgemeine Themen wie den Einstieg in die Branche oder den Arbeitsalltag im Büro. Manchmal tauchen er und seine Gäste aber auch ganz tief in das Handwerk verschiedener Berufsbilder der Branche ein, stellen zum Beispiel Tricks für die Arbeit mit einer bestimmten Software vor oder geben Tipps zur Verbesserung des Workflows. Mit anderen Worten: Hier ist für jeden etwas dabei, der sich für das Thema Spieleentwicklung interessiert.
Hier geht’s zum wahrscheinlich entspanntesten Podcast Deutschlands.
GameDev nach Feierabend
Der Untertitel dieses Podcast-Projekts „Der Hobby Spieleentwickler Podcast“ verrät, dass die Gasteber nicht haupberuflich in der Games-Branche tätig sind. Kolja und Carsten sind Softwareentwickler und widmen sich in ihrer Freizeit neben Bienen und Booten (Kolja) bzw. Kunst/Musik und Schafen (Carsten) dem Entwickeln von Games. Die Erfahrungen, die sie dabei sammeln, teilen sie mit anderen Games-Enthusiasten alle paar Monate in ihrem Podcast GameDev nach Feierabend. Derzeit arbeiten sie gemeinsam an dem Point-and-Click-Adventure 2080 – Mission Sunbrella.
Bühne frei für die Hobby-Spieleentwicklung.
GameDev für die Platte
GameDev für die Platte begann vor weit mehr als 100 Folgen als Unreal-Podcast. Mit jeder der wöchentlichen Veröffentlichungen kamen aber immer wieder Ausflüge in andere, verwandte Themenbereiche hinzu. So quatschen die Hosts W4YN3R und ErikEngineEngineer mittlerweile nicht nur über andere Engines, sondern auch über allgemeinere Game-(Dev-)Themen oder ihre eigenen Projekte. Wir schließen diese Beschreibung mit den Worten der Gastgeber: „Den Rest müsst ihr selbst hören, mehr verrat ich euch nicht. lul.“
Hier könnt ihr den Rest selbst hören.
The Game Mechanics
The Game Mechanics, das sind zwei erfahrene Spieleentwickler, die sich über verschiedene Themen rund um die Spieleentwicklung im Allgemeinen und Game Design im Speziellen austauschen. Andreas Suika ist seit 25 Jahren in der Spieleindustrie tätig und war bei namhaften Firmen wie Ubisoft, Daedelic und Epic Games angestellt. Heute arbeitet er als Frelance-Game Designer und -Creative Director. Marcel-André Casasola Merkle betreibt mit Jumpy Bit sein eigenes Studio und ist seit 25 Jahren als freiberuflicher Game Designer und Illustrator in der Branche tätig. Hier kommt geballtes Exerptenwissen zusammen, das gelegentlich durch einen Gast noch erweitert wird.
Und so werdet ihr zum Profi-Spielemechaniker.
gamerrepublic- Der Podcast
Unser eigener Podcast darf natürlich in der Liste nicht fehlen. gamerrepublic- Der Podcast ist das Audioformat zum Blog gamerrepublic.de, das Sprachrohr für die deutsche Indie-Entwicklerszene. In jeder Folge begrüßt Adriano d’Adamo Gäste aus der Games-Branche, die von ihren Projekten, ihrem Arbeitsalltag oder ihrem Werdegang erzählen. Organisiert von Katharina Trautvetter, liefert der gamerrepublic-Podcast monatlich spannende Geschichten für jede/n, die/der sich für das Thema Spieleentwicklung in Deutschland interessiert oder sich schlicht von den abwechslungsreichen Storys inspirieren lassen möchte.
Deutschsprachige Podcasts über Games und deren Peripherie
Wir lassen unseren Blick weiter über die Games-Podcast-Landschaft in Deutschland schweifen. Vor uns liegt ein weites Panaroma von unterschiedlichen Formaten, die aber alle Games oder Gaming als zentrales Thema gemeinsam haben.
Ok Cool
Nicht ganz Game-Dev-Podcast, aber auch nicht nur entspannten Games-Plausch bietet der Podcast Ok Cool von Spielejournalist Dom Schott seinen ZuhörerInnen. Herzstück des Umfangreichen Sendungsangebots ist das Format „Ok Cool trifft…“ in dem sich Dom mit Menschen aus der Branche unterhält. Mittlerweile gibt es eine riesige Palette an unterschiedlichen Themenkomplexen. Bei Dom und seinem Team werden nicht nur Lebenswege, sondern auch Spiele vorgestellt, aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, in ungewöhnliche Kontexte gesetzt und immer in Form von hochwertigem Content dargeboten. Kein Wunder, denn Doms persönliche Motiviation hinter dem Projekt war es, „den Spielejournalismus zu machen, den er schon immer machen wollte“.
Hier könnt ihr hochwertigen Spielejournalismus genießen.
Auf ein Bier (The Pod)
Auf ein Bier ist wahrscheinlich der Podcast, der einem als erstes einfällt, wenn man nach einem Gaming-Podcast aus Deutschland gefragt wird. Seit fast 10 Jahren treffen, beziehungsweise trafen sich hier jeden Sonntag im „Spielemagazin zum Hören“ Videospieljournalist-Urgesteine André Peschke und Jochen Gebauer. Trafen, weil die beiden als Initatoren zwar nach wie vor hinter dem Projekt stehen und aktiv an Aufnahmen beteiligt sind, aber das Mikrophon längst auch anderen (Gast-)ModeratorInnen leihen, darunter Sebastian Stange (seit 2016) und Dom Schott. Neben Auf ein Bier gibt es auf The Pod mittlerweile andere Formate mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die teilweise frei, teilweise über ein Abo verfügbar sind.
Jetzt auf die wundervolle Welt der Games anstoßen mit The Pod.
Stay Forever
Stay Forever ist DER Podcast für Retro-Fans und mit weit über einem Jahrzehnt Laufzeit selbst schon fast ein wenig retro. Ins Leben gerufen wurde er von Gunnar Lott und Christian Schmidt, zwei Videospieljournalisten der ersten Stunde. Zusammen mit ihrem Moderationsteam nehmen sie ihre ZuhörerInnen mit auf eine Zeitreise durch die Gaming-Welt der 80er, 90er und 00er Jahre. Ihr Format zeichnet sich durch fachkundige Recherche und journalistische Tiefe aus, angereichert mit den persönlichen Erfahrungen der beiden. Und davon haben sie jede Menge! Hier werden vor allem Kultspiele besprochen und analysiert. Neben dem Haupt-Podcast gibt es zahlreiche Zusatzformate – werbefrei, aber mit Exklusivinhalten für die zahlenden UnterstützerInnen von Patreon und Steady.
Entdecke jetzt deinen inneren Retro-Gamer.
Benutze Ohr mit Lautsprecher
Wer wäre besser geeignet einen Podcast über Point-and-Click-Adventures zu hosten als jemand, der selbst an einigen Projekten dieser Art mitgewirkt hat (und auch privat gerne das Genre konsumiert)? Falko Löffler ist wohl einer der bekanntesten AutorInnen der deutschen Games-Branche und mittlerweile auch ein erfahrener Podcaster (u.a. durch Kapitel Eins, zu hören unter buchpodcast.de). In jeder Folge von Benutze Ohr mit Lautsprecher unterhält er sich mit wechselnden Gästen über wechselnde Games – hauptsächlich eben Point-and-Click, aber gerne auch mal über Walkingsimulatoren oder Textadventures. Ein „must listen“ für alle, die sich in diesem Themenbereich aufschlauen wollen und gerne einem Branchen-Urgestein beim Plaudern aus dem Nähkästchen zuhören möchten.
Benutze Neugier mit Link zum Adventure-Podcast.
EnLiven
Eine Mischung aus Video-Content und Podcast bietet der Gaming-Journalist Michael Sonntag mit seinem Format EnLiven, das sich selbst als „Nerd-Sendung“ bezeichnet. Die Infotainment-Serie taucht tief in die Nerd-Kultur ein und fördert mehrmals im Monat irgendwo zwischen aktuellen Gaming-Themen und Nostalgie ungewöhnliche, aber relevante Themen zutage. Das kann mal eine Analyse von Silent Hill 2 sein, mal ein Deep Dive über GTA 3, mal ein (Rück-)Blick auf den TV-Sender Super RTL. Manchmal lädt Michael Gäste in seine Sendungen ein, oft begibt er sich aber auch solo auf den Geek-Pfad.
Jetzt den YouTube-Kanal abonnieren.
Englischsprachige Podcasts über Games und Spieleentwicklung
Wir reisen weiter über die Grenzen der deutschen Sprache hinaus und schauen in die weite, weite Welt der Gaming-Podcasts. Die können wir natürlich nicht vollständig abbilden, aber ein paar Highlights wollen wir mit euch teilen.
Game Studies Podcast
Der Game Studies Podcast mit Rudolph Inderst bietet regelmäßige Fachliteratur-Vorstellungen zu den neuesten Veröffentlichungen im Bereich Game Studies. Von analog bis digital, von psychologisch bis popkulturell – in jeder Folge geht es tief in die unterschiedlichen Themenfelder des Phänomens Games und Games-Kultur als Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Dabei lädt Rudolph die AutorInnen der Werke zum Interview ein und liefert spannende Einblicke in die aktuellen Debatten in den Game Studies. Perfekt für alle, die auf der Suche sind nach fundierten Game-Studies-Insights – oder nach Inspirationen für ihre eigenen Projekte.
Entdecke die wissenschaftliche Seite von Games.
Designer Notes
Designer Notes wurde vor 10 Jahren von Game Designer Soren Johnsen ins Leben gerufen. Der Gastgeber war an bekannten Produktionen wie Civilization 3 und 4 oder Spor beteiligt und gründete 2013 mit Mohawk Games sein eigenes, auf Strategiespiele spezialisiertes Studio. Seine Gäste sind meist Veteranen der (amerikanischen) Game-Dev-Szene und geben spannende Einblicke in die Herausforderungen ihres Berufsalltags.
Jetzt von Game-Dev-Größen lernen.
Euer Lieblings-Podcast fehlt? Wir freuen uns über eure Hör-Tipps! Derweil arbeiten wir selber fleißig daran, diese Liste weiter wachsen zu lassen.
Headerbild – Quelle: unsplash.com, Autor: Jonathan Vleasquez (Jonathanvez)

Sehr geehrte Katharina,
Ich weiß ich mache mich bestimmt wieder sehr unbeliebt aber das ist mir ehrlich gesagt egal. Ich habe eh keine Freunde mehr und werde seit Jahren als Stalker abgestempelt.
Egal wie sie Gendering formulieren, es bleibt gleich nervig. Und mir entgeht aufgrund meiner „Sensibilität“ kaum etwas. Ob mit Versalie, Asterisk, Kolon, Solidus oder einem anderen typographischem Unsinn macht keinen Unterschied.
Ganz im Gegenteil, es wird aus meiner Sicht immer verstohlener und manipulativer. Diese verbalen Neoplasmen zur Eliminierung des grammatikalischen Maskulin sind sogar noch ungerechter als der traditionell gewachsene Plural. Letztendlich sind sowohl Sprach- als Geschichtsrevisionen Werkzeuge des Totalitarismus.
Ich sage ihnen meine ganz ehrliche Meinung: Aus meiner Erfahrung heraus sind Feministinnen (explizit weiblicher Plural) selbstherrliche Besserwisserinnen, die keine Empathie für wirklich diskriminierte Menschen haben. Schlimmer noch, solche Personen haben mir wiederholt seelischen Schaden zugefügt oder mich systematisch diskriminiert.
So wurde ich wegen oben genannten völlig unberechtigten Verdachts auf Stalking aus einer psychiatrischen Tagesstätte vergrault. In diesem Punkt haben sogar Frauen nach angewendeten deutschen Gesetz mehr Recht.
Ich würde sie bitten mal einen Artikel über Barrierefreiheit bezüglich Behinderter oder die Integration von psychisch kranker Menschen zu schreiben. Von diesen Leuten gibt es nämlich mehr als man denkt und die bekommen nahezu keine öffentliche Aufmerksamkeit.
Ich unterstütze und schaue zum Beispiel Twitch-Streams von Blinden oder körperlich Behinderten. Wenn ich nicht selber wegen meiner psychischen Erkrankung erwerbsunfähig wäre, würde ich solche Leute mehr unterstützen. Ich kann aber anderen nichts geben, wenn ich selber nur eine schmale Grundsicherung erhalte.
Darüber hinaus überlege ich dieses Forum zu verlassen, wenn es für Gender-Agitation instrumentalisiert wird. Und falls in ihrem Podcast Glottischlag gesprochen wird, werde ich selbigen sowieso nicht anhören.
Mit freundlichen Grüßen, Matthias Radeck.
Lieber Herr Radeck,
es tut mir leid, dass Sie solch negative Erfahrungen machen mussten.
Ich würde allerdings nicht von einer – besonders lauten – Ecke einer gesellschaftlichen Strömung, in diesem Fall dem Feminismus, auf die gesamte schließen. Außerdem erwarten Sie ja umgekehrt auch, dass man Ihnen mit Offenheit und Verständnis entgegentritt.
Ich persönlich versuche jedenfalls, mich (neuen) Dingen zu öffnen und entsprechend bin ich auch dem Gendern gegenüber aufgeschlossen.
Darüber hinaus ist das Gendern hier in meinen Arikeln keine Willkür, sondern das Ergebnis eines Prozesses, in dem ich mich intensiv mit dem Thema befasst habe.
Meine Recherchen haben u.a. ergeben, dass es einige gute Argumente für das Gendern gibt. Beispielsweise gibt es Studien, die belegen, dass sich weiblicher Leser (also Leserinnen) von Maskulinum weniger angesprochen fühlen. Dem gegenüber steht natürlich das Thema Barrrierefreiheit und Lesbarkeit. Daher habe ich mich als „Kompromiss“ für das große I entschieden.
Da ich mich sowohl privat als auch beruflich sehr viel mit Sprache beschäftige (auch auf einem wissenschaftlichen Niveau), empfinde ich das Gendern auch nicht als „Angriff“ auf unsere deutsche Sprache. Sprachen waren und sind wandelbar und enthalten neben der eigentlichen Information (z.B. „Die Mauer stürzt ein.“) auch immer Informationen auf der Metaebene. Eine dieser Ebenen ist die Sprach- bzw. Kulturgeschichte. Das Wort „Mauer“ kommt vom lateinischen Wort „murus“. Warum wir lateinische Begriffe verwenden, muss ich wahrscheinlich nicht erklären.
Heutzutage gibt es viele Neologismen, die aus dem englischen Sprachraum übernommen wurden. Und auch noch immer einige Spuren von Kreationen aus dem Nationalsozialismus (Literaturempfehlung: „Lingua Tertii Imperii“ von Victor Klemperer), die wir z.T. völlig unkritisch verwenden (z.B. „Kulturschaffende“).
Ich finde es gut, wenn Entwicklungen in der deutschen Sprache kritisch hinterfragt werden. Und Kritik ist immer erlaubt. Auch und gerade hier bei gamerrepublic.de, weil uns ein offener Dialog wichtig ist.
Trotzdem: Dass Sprache sich wandelt und immer wieder an die jeweilige Zeit bzw. den jeweiligen Zeitgeist anpasst, das lässt sich nicht wegdiskutieren. Deshalb muss man nicht jeden „Trend“ mitmachen und bei einigen grammatikalischen „Kunstwerken“ der heutige Jugendsprache rollen sich bei mir auch die Zehennägel hoch. Aber hier geht es um mehr als um „Rizz“. Und auch das ist für mich eine starke Motivation, dem Gendern Raum zu geben.
Dass ich damit, ob gewollt oder nicht, polarisiere, dessen bin ich mir bewusst.
Und bitte, Sie dürfen wirklich gerne anderer Meinung sein. Sie scheinen auch Ihre Gründe dafür zu haben. Aber ich werde weiter mein I groß schreiben.
Den Gedankeanstoß, über das Thema „Barrierefreiheit im Gaming“ einen Artikel zu verfassen, den nehme ich sehr gerne mit. Und zufällig habe ich zur Barrierefreiheit eine Podcast-Folge im Sinn – zusammen mit dem DevTeam von „Birnchen“.
Ich kann allerdings nicht verhindern, dass meine Gäste gendern, wenn sie das möchten. Und von mir und meinem Moderatoren-Kollegen Adriano werden Sie sich auch das Gendern gefallen lassen müssen. Für die Qualität würde ich trotzdem immer bürgen! Und ich hoffe, dass es letztlich das ist, was über das Lese- und Hörvergnügen entscheidet.
Lieben Gruß,
Katharina