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Nominierungen für den Deutschen Computerspielpreis 2021 veröffentlicht

Ziemlich genau drei Wochen vor der Preisverleihung am 13. April 2021 wurden nun die Nominierungen für den Deutschen Computerspielpreis 2021 bekannt gegeben.

Die Jury des Deutschen Computerspielpreis 2021, unter dem Vorsitz von Odile Limpach vom Cologne Game Lab an der TH Köln, hat aus den ingesamt 351 Einreichungen ihre Favoriten nominiert.

Iron Harvest wieder auf dem Thron?

Unter den Anwärtern für den Deutschen Computerspielpreis sind auch einige Mehrfachnominierungen, die daher gute Chancen auf eine Auszeichnung in einer der 14 Kategorien haben.

Zu den Favoriten zählt unter anderem Iron Harvest, das nicht nur als “Bestes Deutsches Spiel” nominiert ist, sondern auch in der Kategorie “Bestes Gamedesign”. Entwickler King Art durfte sich bereits im Januar 2021 über gleich vier Auszeichnungen beim Deutschen Entwicklerpreis 2020 freuen.

Auch Cloudpunk von ION Lands und Desperados III von Mimimi Games sind nach Meinung der Jury heiße Kandidaten für den Titel “Bestes Deutsches Spiel”. Wie Iron Harvest wurden sie bereits beim Deutschen Entwicklerpreis mehrfach nominiert, konnten sich aber nicht durchsetzen. Das könnte diesmal anders sein.

Erste Preisgelder gesichert

Immerhin dürfen sich die Nominierten in der Kardinalsdisziplin jetzt schon über ein Preisgeld von mindestens 30.000 Euro freuen, das den Zweit- und Drittplatzierten winkt. Der Gewinner darf gar 100.000 Euro mit nach Hause nehmen.

Auch die von der DCP-Jury ausgewählten Preisanwärter aus den beiden Nachwuchspreis-Kategorien und die Kategorie Bestes Familienspiel haben durch die Nominierung ein “kleines” Preisgeld sicher.

Insgesamt steht dem Deutschen Computerspielreis ein Budget von 790.000 Euro zur Verfügung.

So geht’s weiter mit dem DCP

Die Sieger werden in den meisten Kategorien in einem zweistufigen Verfahren ermittelt. In einem ersten Schritt beraten die zwölf Fachjurys zu den Nominierungen. Die Hauptjury kürt daraus dann die Gewinnerinnen und Gewinner.

Bei der Auswahl stehen Kriterien wie Qualität, Innovationsgehalt, Spielspaß, aber auch der kulturelle und pädagogische Anspruch im Vordergrund. Wobei die letztgenannten Aspekte in der Vergangenheit häufig für medialen Zündstoff sorgten, da sie gelgentlich im Widerspruch zu den erstgenannten Kriterien stehen.

Auch wurde die Preisverleihung selbst regelmäßig von der Branche und den Medien kritisiert, da beispielsweise die Moderatoren durch fehlendes Fachwissen glänzten.

Wir sind gespannt, ob die Veranstalter, genauer die Staatsministerin für Digitaliserung (Dorothee Bär), das Bundesminiesterium für Verkehr und digital Infrastruktur (BMVI) und der game – Verband der deutschen Games-Branche, aus vergangenen Fehlern gelernt haben und ihnen das Event diesmal gelingt.

Am 13. April sind wir schlauer und wissen dann auch, wer sich über einen Preis freuen darf, wenn der Deutsche Computerspielpreis 2021 im Livestream verleihen wird.

Bis zum 8. April läuft noch ein Online-Voting, bei dem die Community darüber entscheidet, wer als Spielerin/Spieler des Jahres ausgezeichnet wird. Nominiert sind Gnu (Jasmin K.), Nina Kiel und WheelyWorld (Dennis Winkens).

Hier alle Nominierungen im Überblick.

Die Nominierungen des DCP 2021

In Klammern sind nacheinander zuerst der Entwickler und dann der Publisher aufgeführt.

Bestes Deutsches Spiel (dotiert mit 100.000 Euro für das Gewinnerspiel und jeweils 30.000 Euro für die beiden weiteren Nominierten)

  • Cloudpunk (ION Lands)
  • Desperados III (Mimimi Games / THQ Nordic)
  • Iron Harvest (King Art / Koch Media)

Bestes Familienspiel (dotiert mit 80.000 Euro für das Gewinnerspiel und
jeweils 20.000 Euro für die beiden weiteren Nominierten)

  • Curious Expedition 2 (Maschinen-Mensch / Thunderful)
  • Dorfromantik (Toukana Interactive)
  • El Hijo – A Wild West Tale (Honig Studios / Handy Games)

Nachwuchspreise – Bestes Debüt (dotiert mit 60.000 Euro für das Gewinnerspiel und
jeweils 20.000 Euro für die beiden weiteren Nominierten)

  • Dorfromantik (Toukana Interactive)
  • Penko Park (Ghostbutter)
  • Scribble It! (Detach Entertainment)

Nachwuchspreise – Bester Prototyp (dotiert mit 50.000 Euro für den besten Prototypen und jeweils 25.000 Euro für vier weitere Nominierte)

  • Ampere (Laura Brosi, Mathieu Hentschel, Christopher Meier, Dave von Felten)
  • Get Together (Alyssa Cooper, Heinrich Hammann, Mathilde Hoffmann, Maike Koller, Moritz Reinert, Nicolai Scham, Simon Sturm)
  • Mukana – Battle of Asgard (Andreas Bechert, Felix Graf, Stefan Gruber, Tim Hoffmann, Alexander Keussen)
  • Passing By (Hannah Kümmel, Jan Milosch, Marius Mühleck, Ilona Treml)
  • The Social Engineer (Fabian Fischbach, Daniel Hirschle, Pascal Jansen)

Beste Innovation und Technologie (dotiert mit 35.000 Euro)

  • Holoride (Holoride)
  • Indie Arena Booth Online 2020 (Super Crowd Entertainment)

Beste Spielewelt und Ästhetik (dotiert mit 35.000 Euro)

  • Cloudpunk (ION Lands)
  • Desperados III (Mimimi Games / THQ Nordic)
  • Penko Park (Ghostbutter)

Bestes Gamedesign (dotiert mit 35.000 Euro)

  • Dorfromantik (Toukana Interactive)
  • Iron Harvest (King Art / Koch Media)
  • Resolutiion (Monolith of Minds / Deck13 Interactive)

Bestes Serious Game (dotiert mit 35.000 Euro)

  • FwESI Einsatztaktik für Gruppenführer (Cininet)
  • Hidden Codes (Playing History / Bildungsstätte Anne Frank)
  • Welten der Werkstoffe (Cologne Game Lab der TH Köln)

Bestes Mobiles Spiel (dotiert mit 35.000 Euro)

  • About Love, Hate And The Other Ones 2 (Black Pants)
  • Epic Guardian (Quantumfrog / Sheepyard)
  • Polarized! (Marcel-André Casasola Merkle / TheCodingMonkeys)

Bestes Expertenspiel (dotiert mit 35.000 Euro)

  • Desperados III (Mimimi Games / THQ Nordic)
  • Port Royale 4 (Gaming Minds Studios / Kalypso Media)
  • Suzerain (Torpor Games / Fellow Traveller)

Bestes Internationales Spiel (undotiert)

  • Microsoft Flight Simulator (Asobo / Microsoft)
  • Ori and the Will of the Wisps (Moon Studios / Microsoft)
  • The Last of Us Part II (Naughty Dog / Sony Interactive Entertainment)

Bestes Internationales Multiplayer-Spiel (undotiert)

  • Animal Crossing: New Horizons (Nintendo)
  • Hyper Scape (Ubisoft)
  • The Elder Scrolls Online: Greymoor (ZeniMax)

Spielerin/Spieler des Jahres (undotiert)

  • Gnu (Jasmin)
  • Nina Kiel
  • WheelyWorld (Dennis Winkens)

Studio des Jahres (dotiert mit 40.000 Euro)

  • King Art (Bremen)
  • Mimimi Games (München)
  • Ubisoft Düsseldorf

Sonderpreis der Jury (dotiert mit 10.000 Euro)

In dieser Kategorie werden die möglichen Gewinner erst am 13. April 2021 bekannt gegeben.

Wir drücken allen nominierten die Daumen 🙂

Quelle: Pressemitteilung des DCP

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