Die Teams im Games Lift Incubator 2026, einem Programm der Gamecity Hamburg. Quelle/Autor: Gamecity Hamburg

Gamecity Hamburg: Fünf neue Studios ziehen in den Games Lift Inkubator 2026

Der Weg zum eigenen Indie-Studio ist oft steinig, doch für fünf junge Teams aus Hamburg wird er nun ein gutes Stück geebnet. Die Initiative Gamecity Hamburg hat die neuen Projekte für den diesjährigen Games Lift Inkubator bekannt gegeben, die sich neben einer Finanzspritze auch auf ein intensives Mentoring freuen dürfen. 

Aller Anfang ist schwer. Wer hierzulande eine langfristige Karriere anstrebt und ein eigenes Unternehmen gründen will, braucht neben einer guten Idee vor allem handfestes Know-how in Sachen Business, Marketing und Marktausrichtung. Genau hier setzt der Games Lift Inkubator der Gamecity Hamburg (einer Initiative der Hamburg Kreativ Gesellschaft) an. Die fünf ausgewählten Teams erhalten in diesem Jahr nicht nur jeweils 15.000 Euro, sondern durchlaufen ein einjähriges Programm, das ihnen bei der Professionalisierung hilft. Für die lokale Games-Wirtschaft sind solche institutionellen Förderungen ein essenzieller Baustein, um junge Talente gezielt im DACH-Raum zu halten und Start-ups nachhaltig aufzubauen.

Fünf frische Konzepte: Von Cyberpunk-Tauben bis zu Retro-Zügen

Aus zahlreichen Bewerbungen hat das Fachgremium – bestehend aus Branchenköpfen wie Ole Schaper (Minit Games), Maria Lesk (Daedalic Entertainment) und Tobias Graff (Mooneye Studios) – ein starkes Line-up herausgefiltert. Die Bandbreite zeigt einmal mehr, wie kreativ und vielfältig das Game Design der hiesigen Nachwuchskräfte ausfällt:

  • Neon Nest von Solo-Entwicklerin Friederike Fröhlich: Ein gemütliches Cyberpunk-Management-Abenteuer, in dem ihr euch in isometrischer Perspektive um Stadttauben kümmert und eine Basis aufbaut.
  • Snap Shut Worlds von Leanna Geideck und Stephan zu Münster: Ein 3D-Miniatur-Rätselspiel, inspiriert vom Charme der 90er-Jahre „Comact Toys“, deren kleine Welten kreativ neu geordnet werden müssen.
  • Sunderhold von Rainpiper Games: Ein minimalistisches Base-Defense-Spiel in einem düsteren Fantasy-Setting mit handgefertigten Leveln, die von kleinen Trupps vor Monsterwellen beschützt werden müssen.
  • Time Travel Train von EdelErde: Ein Roguelite-Incremental-Titel im markanten PS1-Retro-Look, in dem ihr eine bewaffnete Lokomotive durch verschiedene Zeitepochen steuert und stetig aufrüstet.
  • Witch Artisan von Shellsprout: Eine 2D-Life-Simulation rund um den Entwurf und Verkauf magischer Töpferwaren, bei der ihr eine Gemeinschaft aus KunsthandwerkerInnen aufbaut.

Netzwerk-Boost für ambitionierte Indie-Games

Wie Margarete Schneider, Projektmanagerin und Mitglied des Vergabegremiums, treffend betont, haben in der Vergangenheit bereits etliche AbsolventInnen des Inkubators beachtliche Erfolge und Releases gefeiert. Das liege oft nicht alleine am Startkapital, sondern an den begleitenden Workshops, dem individuellen Coaching und dem direkten Zugang zu einem internationalen Branchennetzwerk. Wer als junges Game-Dev-Team nachhaltig wachsen will, muss Publisher überzeugen und professionell netzwerken können – genau dieses Handwerkszeug wird im Inkubator ein Jahr lang intensiv trainiert.

Wer dieses Mal nicht dabei ist oder den Fokus direkt auf einen weiter fortgeschrittenen Prototypen legt, kann sich den Spätsommer im Kalender rot anstreichen. Ab dem 4. September 2026 startet die nächste Runde der Hamburger Prototypenförderung für lokale EntwicklerInnen. Hier warten auf überzeugende Konzepte nicht rückzahlbare Zuschüsse von bis zu 80.000 Euro.

Weitere Informationen zum aktuellen Inkubator-Jahrgang und ausführliche Beschreibungen zu den Projekten findet ihr direkt hier auf der Website von Gamecity Hamburg.

Quelle: Pressemitteilung Gamecity Hamburg

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