Creative Europe finanziert kreative Projekte aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Quelle/Autor: Creative Europe

Creative Europe sucht wieder Projekte für den Förderfond „Creative Innovation Lab“

Neue Chance für die deutsche Games-Branche: Der Fördertopf „Creative Innovation Lab“ von Creative Europe ist geöffnet. Gesucht werden innovative, branchenübergreifende Projekte mit Fokus auf Virtual Worlds, neuen Business-Tools oder „grünen“ Praktiken.

Eine der wenigen und hochinteressanten Gelegenheiten für deutsche JungunternehmerInnen auf einen Finanzierungsschub: Die Europäische Union hat den Förderaufruf für das Creative Innovation Lab 2026 im Rahmen des Programms Creative Europe gestartet. Anders als bei klassischen Produktionsförderungen geht es hier nicht um die Entwicklung eines einzelnen Spiels, sondern um innovative, branchenübergreifende Projekte, die an der Schnittstelle von Technologie, Kreativwirtschaft und Nachhaltigkeit angesiedelt sind. Mit einer Förderquote von 80% und keiner Obergrenze pro Projekt ist der Call besonders für ambitionierte Studios interessant.

Auch für Games-Studios interessant

Der Förderaufruf ist zwar breit gefasst, liest sich aber in vielen Teilen wie eine direkte Einladung an die Games-Branche. Studios sind hier klar im Vorteil, denn die gesuchten Projekte müssen sich auf eines der folgenden Kernthemen konzentrieren:

  • Virtual Worlds: Die Entwicklung und Erforschung von virtuellen Welten als neue Umgebung für europäische Inhalte. Hier sind Games-EntwicklerInnen mit ihrer Expertise in World Building und interaktiven Systemen klar die ExpertInnen.
  • Innovative Business-Tools: Die Entwicklung neuer Werkzeuge für Produktion, Finanzierung oder Vertrieb, die durch Technologien wie KI, Big Data oder Blockchain ermöglicht werden. Das umfasst auch innovative Monetarisierungsmodelle oder Tools zur Datenanalyse für die Zielgruppenentwicklung.
  • „Greener“ Practices: Die Entwicklung von umweltfreundlicheren Praktiken für die Kreativbranche im Einklang mit dem Green Deal der EU. Auch hier können Games-Studios mit optimierten Produktionsprozessen oder thematisch passenden Projekten punkten.

Im Kern steht die branchenübergreifende Zusammenarbeit, also die Kooperation zwischen der audiovisuellen und anderen Kreativsektoren.

Die Konditionen im Detail: Hohe Förderquote und keine Obergrenze.

Die Rahmenbedingungen des Calls sind außergewöhnlich attraktiv und bieten auch kleineren Studios oder Start-ups große Chancen:

  • Wer kann sich bewerben? Antragsberechtigt sind alle juristischen Personen (Unternehmen, Vereine etc.) aus den teilnehmenden Ländern des Creative Europe Programms, zu denen auch Deutschland gehört. Wichtig: Auch Einzelantragsteller sind zugelassen, es ist kein Konsortium erforderlich.
  • Wie hoch ist die Förderung? Die Förderquote liegt bei beeindruckenden 80% der förderfähigen Kosten. Es gibt keine Obergrenze für den beantragten Zuschuss pro Projekt. Der Gesamttopf ist mit über 7 Millionen Euro gefüllt.
  • Was ist die Deadline? Anträge müssen bis zum 23. April 2026 um 17:00 Uhr Brüsseler Zeit eingereicht werden.

Alle Details zur Ausschreibung und den Einreichmodalitäten findet ihr auf der offiziellen Webseite der Europäischen Kommission. Weitere Infos zu den Tätigkeitsbereichen von Creative Europe findet ihr hier.

Quelle: Creative Europe und Europäischen Kommission

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