Die GewinnerInnen des Nachwuchspreises Bestes Debüt von Neoludic Games. Quelle: Deutscher Computerspielpreis, Autor: Franziska Krug/game Verband der deutschen Games-Branche via Getty Images

Doppel-Triumph für „The Darkest Files“: Das sind die GewinnerInnen des DCP 2026

Die Trophäen sind verteilt: Gestern Abend zeichnete der Deutsche Computerspielpreis (DCP) 2026 in München die herausragendsten Titel der heimischen Spieleentwicklung aus. Den begehrten Hauptpreis als „Bestes Deutsches Spiel“ sicherte sich das alteingesessene Berliner Studio Paintbucket Games. Auch sonst gingen die Preise hauptsächlich an Titel von eher bekannteren Studios und Publishern.

Gestern Abend richteten sich die Blicke der deutschen Games-Industrie auf den Herkulessaal der Münchner Residenz. Dort wurden in 15 Kategorien nicht nur warme Worte und schicke Trophäen, sondern auch essenzielle Budgets an die Branche verteilt – eine Finanzspritze, die gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten für viele heimische Studios einen echten Meilenstein bedeutet. Insgesamt wurden während der Award-Show Preisgelder in Höhe von 800.000 Euro an die nominierten und prämierten Teams vergeben.

Von Platzhirschen und New-Bees

Der unangefochtene Abräumer des Abends kommt aus Berlin: Das Team von Paintbucket Games sicherte sich mit The Darkest Files den Hauptpreis als „Bestes Deutsches Spiel“ (100.000 Euro). In dem historischen Detektivspiel ermittelt ihr als Staatsanwältin in der Nachkriegszeit zu NS-Verbrechen. Dass das Konzept nicht nur spielerisch, sondern auch inhaltlich tiefgründig ist, bewies der Titel direkt mit einem weiteren Sieg in der Kategorie „Bestes Serious Game“.

Auch in den anderen Kategorien war die Konkurrenz in diesem Jahr bärenstark. Das extrem charmante Cozy-Game Tiny Bookshop von neoludic games schnappte sich den mit 60.000 Euro dotierten Nachwuchspreis für das beste Debüt. Die Aufbau-Veteranen von Ubisoft Mainz wurden für Anno 117: Pax Romana in der Kategorie „Beste Innovation und Technologie“ ausgezeichnet.

Für unsere Community besonders spannend ist traditionell der Prototypen-Preis, der frische Konzepte oft überhaupt erst möglich macht. Hier durfte sich das Zweier-Gespann Arne Jürgens und Sven Mehlhorn mit Garden Ink über starke 50.000 Euro freuen. Den Titel „Studio des Jahres“ sicherte sich das Wiesbadener Team weltenbauer. Software Entwicklung.

Nach dem Ausflug in den Süden steht übrigens auch schon fest, wo die nächste Party steigt: Der DCP 2027 wird wieder in Berlin verliehen, womit der feste Wechsel zwischen den beiden Standorten fortgesetzt wird (die Meldung dazu folgt noch).

Alle GewinnerInnen und Nominierten im Überblick

Es kann pro Kategorie nur einen Sieger geben, aber auch die bloße Nominierung für den wichtigsten Preis der Branche ist eine echte Auszeichnung. Hier ist die komplette Liste aller strahlenden GewinnerInnen sowie aller starken Mit-Nominierten dieser Ausgabe:

Bestes Deutsches Spiel (100.000 Euro)

  • The Darkest Files (Paintbucket Games)
  • Ebenfalls nominiert (erhalten je 30.000 Euro): Anno 117: Pax Romana (Ubisoft Mainz / Ubisoft) & Tiny Bookshop (neoludic games / Skystone Games)

Studio des Jahres (50.000 Euro)

  • weltenbauer. Software Entwicklung
  • Ebenfalls nominiert: ByteRockers’ Games & Happy Broccoli Games

Nachwuchspreis Bestes Debüt (60.000 Euro)

  • Tiny Bookshop (neoludic games / Skystone Games)
  • Ebenfalls nominiert (erhalten je 25.000 Euro): Causal Loop (Mirebound / Headup) & Constance (Blue Backpack / ByteRockers’ Games)

Nachwuchspreis Bester Prototyp (50.000 Euro)

  • Garden Ink (Arne Jürgens, Sven Mehlhorn)
  • Ebenfalls nominiert (erhalten je 25.000 Euro): Burn With Me, Cards and Cannons (HTW Berlin / DE:HIVE), Heart Drive (HAW Hamburg) & UnderPressure (Hochschule Darmstadt)

Beste Story (40.000 Euro)

  • The Berlin Apartment (Blue Backpack / ByteRockers’ Games)
  • Ebenfalls nominiert: The Darkest Files (Paintbucket Games) & PEPPERED (Mostly Games)

Bestes Grafikdesign (40.000 Euro)

  •  The Berlin Apartment (Blue Backpack / ByteRockers’ Games)
  • Ebenfalls nominiert: The Darkest Files (Paintbucket Games) & Oddsparks: An Automation Adventure (Massive Miniteam / HandyGames)

Bestes Gamedesign (40.000 Euro)

  •  Super Meat Boy 3D (Sluggerfly / Headup)
  • Ebenfalls nominiert: The Darkest Files (Paintbucket Games) & Slots & Daggers (Future Friends Games / Friedemann)

Bestes Audiodesign (40.000 Euro)

  •  EVERSPACE 2: Wrath of the Ancients (ROCKFISH Games)
  • Ebenfalls nominiert: Anno 117: Pax Romana (Ubisoft Mainz / Ubisoft) & Duck Detective: The Ghost of Glamping (Happy Broccoli Games)

Beste Innovation und Technologie (40.000 Euro)

  •  Anno 117: Pax Romana (Ubisoft Mainz / Ubisoft)
  • Ebenfalls nominiert: Firefighting Simulator: Ignite (weltenbauer. software entwicklung / astragon Entertainment) & How to God (Thoughtfish)

Bestes Serious Game (40.000 Euro)

  •  The Darkest Files (Paintbucket Games)
  • Ebenfalls nominiert: Pictures VR (Modest Minds) & Umfeld (Hochschule RheinMain)

Bestes Familienspiel (40.000 Euro)

  •  Flick Shot Rogues (Butter By The Fish / Noodlecake Studios)
  • Ebenfalls nominiert: Oddsparks: An Automation Adventure (Massive Miniteam / HandyGames) & Ruffy And The Riverside (Zockrates Laboratories / Phiphen Games)

Bestes Mobiles Spiel (40.000 Euro)

  • MicroMacro: Downtown Detective (Soft Boiled Games)
  • Ebenfalls nominiert: Duck Detective: The Ghost of Glamping (Happy Broccoli Games) & Ponchorado (seal Media)

Spieler*in des Jahres (undotiert)

  • Dennsen86
  • Ebenfalls nominiert: Felikah, Copeylius & JenNyan

Bestes Internationales Spiel (undotiert)

  • Blue Prince (Dogubomb / RAW FURY)
  • Ebenfalls nominiert: Clair Obscur: Expedition 33 (Kepler Interactive / Sandfall Interactive) & Kingdom Come: Deliverance II (Warhorse Studios / PLAION)

Sonderpreis der Jury (10.000 Euro)

  • Forschungsverbund RadiGaMe (Ausgezeichnet für ihr Engagement bei Demokratiebildung und Extremismusprävention)

Quelle: Pressemitteilung Deutscher Computerspielpreis

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