Von links nach rechts: Annette Kümmel, Geschäftsführerin Medien.Bayern GmbH, Felix Locke, Freie Wähler, Digitalminister Fabian Mehring, Freie Wähler und Robin Rottmann, Team Lead Games Bavaria, Quelle/Autor: Bayerisches Staatsministerium für Digitales

Bayern belegt massiven Indie-Boom – und verdoppelt die Förderung

Dass das Bayerische Staatsministerium für Digitales die dortige Games-Branche kräftig pushed, ist in den Medien kaum zu überlesen. Jetzt gibt es die harten Zahlen zu den ersten Ergebnissen: Die erste Standortstudie für die bayerische Games-Branche belegt ein massives Wachstum. Mit über 200 Studios und einem extrem starken Indie-Sektor zieht der Freistaat am Bundesdurchschnitt vorbei. Die Belohnung aus der Politik folgt auf dem Fuße: Die Games-Förderung des Landes wird verdoppelt.

Wenn ihr eurer Bank, euren Eltern oder potenziellen Investoren das nächste Mal erklären müsst, dass die Spieleentwicklung keine brotlose Kunst, sondern ein echter Wirtschaftsmotor ist, liefert Bayern euch jetzt die passenden Argumente. Die renommierte Goldmedia GmbH hat im Auftrag von Games/Bavaria und dem FFF Bayern das Ökosystem im Freistaat durchleuchtet. Die Studie ist eine Fraktionsinitiative der Landagsfraktionen von CSU und Freien Wählern, die dafür 50.000 Euro locker machten.

Jung, unabhängig, fränkisch: Die Kraft der Indies

Das spannendste Ergebnis der Studie: Jeder Euro, den die Branche erwirtschaftet, spült am Ende 2,60 Euro in die Gesamtwirtschaft. Ein Multiplikator, von dem andere Kulturbranchen oft nur träumen können. Aktuell generieren die bayerischen Studios einen Umsatz von rund 347 Millionen Euro und sichern über 2.000 Arbeitsplätze.

Doch wie sieht die Struktur hinter diesen Zahlen aus? Der Süden wird ganz klar von jungen Indie-Studios getragen. Seit 2018 hat sich die Zahl der Games-Unternehmen mehr als verdoppelt (+103 Prozent). Satte 84 Prozent der aktuell 223 Studios wurden erst nach 2010 gegründet.

Annette Kümmel von Medien.Bayern sieht in dieser extrem hohen Gründungsaktivität und der unabhängigen Struktur einen klaren Arbeitsauftrag: Games/Bavaria will den Fokus künftig noch stärker auf die Indies legen – und zwar nicht nur in der Blase München, sondern gezielt auch in den Hochburgen in Franken und Schwaben.

Harter Kontrast zum Bund: Förderung wird verdoppelt

Während EntwicklerInnen auf Bundesebene in den letzten Jahren oft durch ein Förder-Tal der Tränen wandern mussten, zeichnet die Studie für Bayern ein völlig anderes Bild. Rund zwei Drittel der befragten Studios bewerten die Landesförderung als gut – ein Wert, der weit über dem Bundesdurchschnitt liegt. Besonders die Zuschüsse in der Prototypen-Phase (die oft über Leben und Tod eines Projekts entscheiden) werden als essenzieller Standortvorteil gelobt.

Und der Freistaat ruht sich darauf nicht aus. Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring kündigte passend zur Veröffentlichung der Studie den absoluten Jackpot für die lokale Szene an: Die Förderkulisse für Games und E-Sport soll verdoppelt werden, um den „Pixelpionieren doppelten Rückenwind“ zu geben.

Wer tiefer in die Materie eintauchen, die nackten Zahlen studieren oder die Argumente für den eigenen Business-Plan nutzen möchte: Die komplette Standortstudie steht direkt hier bei Games/Bavaria zum Download bereit.

Quelle: Pressemitteilung Games/Bavaria / FFF Bayern

Kommentar verfassen

Back To Top

Entdecke mehr von gamerrepublic.de

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen