V.l.n.r.: Clemens Mayer-Wegelin, Sandro Heuberger, Lars Janssen, Maxi Graeff, Benedikt Grindel (© Franziska Krug für game - Verband der deutschen Games-Branche)

game-Verband: Neuer Vorstand gewählt

Der game-Verband hat seine Führungsspitze neu aufgestellt. Neben bekannten Gesichtern rücken auch neue VertreterInnen in den Vorstand, darunter prominente Namen aus der Indie-EntwicklungWir fassen für euch zusammen, wer künftig die politische Richtung der deutschen Games-Branche vorgibt und warum neue Förderstrukturen für EntwicklerInnen jetzt oberste Priorität haben.

Heute, am 9. Juni 2026, traten VertreterInnen des game -Verband der deutschen Games-Branche in Berlin zur turnusmäßigen Mitgliederversammlung zusammen. Da drei der bisherigen fünf Vorstandsmitglieder aus beruflichen Gründen nicht mehr antraten, wurden die Karten an der Spitze beim game neu gemischt. Das Ergebnis ist ein spannender Mix aus etablierten Branchenveteranen und frischen Impulsen, der die Weichen für die kommenden Jahre stellen soll.

Frischer Wind und Indie-Präsenz im Vorstand

Der bisherige Vorstandsvorsitzende Lars Janssen vom Studio Deck13 Interactive wurde in seinem Amt bestätigt und führt die Geschicke des Verbands weiter an. Neu an seiner Seite ist Maxi Graeff von Microsoft, die künftig als stellvertretende Vorstandsvorsitzende antritt.

Besonders erfreulich für die hiesigen Indie-Studios: Mit Sandro Heuberger vom Berliner Studio Toukana Interactive (bekannt für Dorfromantik) zieht ein starker Vertreter der Indie-Szene in das Gremium ein. Das stellt sicher, dass die Belange von kleinen und mittelständischen Teams weiterhin direkt an der Spitze Gehör finden. Komplettiert wird die neue Führungsriege durch Benedikt Grindel (Ubisoft Blue Byte) und den wiedergewählten Clemens Mayer-Wegelin (Nintendo). Die bisherigen Mitglieder Julia Pfiffer, Johanna Janiszewski und Ralf Wirsing machten derweil Platz für die Neuzugänge und wurden mit großem Dank verabschiedet.

Steuerliche Förderung für die Spieleentwicklung

Die wirtschaftlichen Herausforderungen in Deutschland sind aktuell enorm – Budgets sitzen enger, Investoren halten sich zurück. Das weiß auch Lars Janssen, der in seinem Statement nach der Wahl klare Ziele formuliert: Um international als Standort aufholen zu können, brauche es dringend die Einführung einer steuerlichen Games-Förderung. Für viele junge Teams wäre das ein massiver Hebel, um ihre Projekte und künftigen Indie-Games verlässlicher und planbarer finanzieren zu können, als es bei klassischen, topf-basierten Subventionen oft der Fall ist.

Auch Maxi Graeff betont, dass die Branche gerade stürmische Zeiten durchlebt und der Verband mehr denn je mit einer geschlossenen Stimme sprechen müsse. Sie möchte sich in ihrer neuen Rolle insbesondere für die Weiterentwicklung der gamescom sowie für das wichtige Thema Diversity starkmachen – Aspekte, die auch für den Branchennachwuchs und eine offene, zugängliche Karriere-Kultur unerlässlich sind.

Es bleibt abzuwarten, wie schnell der neue Vorstand diese ambitionierten Ziele in die politische Tat umsetzen kann. Klar ist aber: Die dringlichsten Themen der Branche liegen prominent auf dem Tisch.

Weitere Informationen zur Wahl, dem Verband und eine Übersicht aller Mitglieder findet ihr direkt auf der offiziellen Website unter game.de.

Quelle: Pressemitteilung game – Verband der deutschen Games-Branche

Header-Bild: V.l.n.r.: Clemens Mayer-Wegelin, Sandro Heuberger, Lars Janssen, Maxi Graeff, Benedikt Grindel (© Franziska Krug für game – Verband der deutschen Games-Branche)

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