Die Konfettikanonen der Preisverleihung waren kaum abgekühlt, da kam schon die nächste strategische News zum Deutschen Computerspielpreis (DCP). Künftig entfällt das alljährliche Wettbieten der Bundesländer um den Austragungsort. Der wichtigste Award der deutschen Games-Branche wird ab sofort im festen Rhythmus zwischen Berlin und der bayerischen Landeshauptstadt hin- und herwechseln.
Gestern Abend durfte sich die Spieleentwicklung in Deutschland im Münchner Herkulessaal noch über einen warmen Geldregen von satten 800.000 Euro freuen. Doch während die frischgebackenen GewinnerInnen (unter anderem das Berliner Team hinter The Darkest Files) noch auf ihre Trophäen anstoßen, haben die Veranstalter hinter den Kulissen bereits die Weichen für die Zukunft gestellt.
Bislang wurde der Austragungsort der Gala in einem bundesweiten Interessenbekundungsverfahren vergeben – theoretisch hätte sich also jedes Bundesland bewerben können, um das Event zu sich zu holen. Damit ist jetzt Schluss.
Fester Fahrplan für die nächsten Jahre
Wie Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring am Rande des Staatsempfangs verkündete, machen die beiden aktuell stärksten Games-Metropolen der Republik die Austragung künftig unter sich aus. Der DCP wird ab sofort in einem festen, zweijährigen Rhythmus zwischen München und Berlin rotieren.
Für das kommende Jahr 2027 war der Umzug nach Berlin ohnehin schon beschlossene Sache. Durch die neue Regelung steht nun aber auch fest: Bereits 2028 kehrt die Award-Show wieder an die Isar zurück. Für die Szene und die ausrichtenden Verbände bedeutet diese Entscheidung vor allem eines: Mehr Planungssicherheit und ein klares Bekenntnis zu den beiden großen Hubs im Süden und Osten der Republik.
Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Digitales
