Wenn ihr in Sachsen Spieleentwicklung betreibt, habt ihr jetzt eine neue Pilgerstätte. Mitten in Leipzig hat der R42 Games Hub seine Türen geöffnet – ein 2.000 Quadratmeter großer Spielplatz für Indie-Studios, inklusive Coworking, Wohnraum und eigenem Accelerator. Und weil die Politik schon mal vor Ort war, wurde passend dazu direkt noch ein neuer Branchenverband gegründet.
Wer am 1. April durch die Leipziger Ritterstraße geschlendert ist, durfte Zeuge werden, wie die Stadt ihren Anspruch als Zentrum der mitteldeutschen Games-Branche massiv untermauert. Statt eines lahmen Aprilscherzes gab es ein handfestes Standort-Upgrade, das jungen EntwicklerInnen nicht nur einen Schreibtisch, sondern ein komplettes Ökosystem bieten will.
Arbeiten, netzwerken und Business boosten
Hinter dem R42 Games Hub steckt die Idee, all das unter einem Dach zu bündeln, was den Studio-Alltag ausmacht. Auf gigantischen 2.000 Quadratmetern findet ihr Coworking-Spaces, Produktionsstudios, Event-Flächen und sogar eine eigene Gastro sowie Wohnmöglichkeiten. Das spannendste Puzzleteil für junge Teams auf der Suche nach Kohle und Know-how dürfte aber der hauseigene R42 Games Accelerator sein.
Dass es sich hierbei nicht nur um heiße Luft handelt, belegen die Zahlen der Macher: Über 50 Start-ups wurden bereits begleitet und über 100 Jobs in der Region geschaffen. Allein im letzten Jahr haben sich zwölf Studios durch den Förderdschungel gekämpft und sich für das Programm qualifiziert. Initiator Christoph Siebenhüner (Gecko Two GmbH) baut hier also einen echten Ankerpunkt für die Szene auf.
Lobbyarbeit, die auch Indies nützt
Damit all diese jungen Teams auch langfristig ein vernünftiges wirtschaftliches Umfeld vorfinden, nutzte man die Eröffnungsparty direkt für einen strategischen Schachzug. Parallel wurde nämlich der Unternehmensverband Digitalwirtschaft Sachsen aus der Taufe gehoben.
Zugegeben, das klingt erstmal nach dem üblichen, trockenen Bürokratie-Bingo. Für das Ökosystem vor Ort ist es aber extrem wichtig: Initiator Michael Woitag (CEO der levelbuild AG) hat Tech-Schwergewichte wie die Appsfactory oder Exxeta an einen Tisch geholt. Zusammen vertreten diese Gründungsmitglieder über 1.500 Fachkräfte. Für euch bedeutet das schlichtweg: Die Region bekommt eine viel lautere Stimme gegenüber der Politik, wenn es um Förderungen, bessere Infrastruktur und Sichtbarkeit geht. Eine Lobby, von der am Ende auch das kleinste Zwei-Mann-Studio im Hub profitiert.
Quelle: Pressemitteilung Stadt Leipzig
