Gruppenfoto zum Auftakt der "Press Start"-Initiative mit allen Teilnehmenden der aktuellen Förderrunde. Quelle: Stiftung Digitale Spielekultur Autor: Klara Yoon

Nachtrag: „Press Start“-Stipendium verhilft 75 Studios zur Gründung

Es gibt sie noch, die guten Nachrichten vom Games-Standort Deutschland: Das Förderprogramm Press Start: Gründungsstipendium Games meldet eine beeindruckende Erfolgsbilanz. Alle 132 StipendiatInnen haben den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Das Ergebnis: 75 neue Indie-Studios, die ab sofort die deutsche Entwicklerlandschaft bereichern.

In einer Zeit, in der wir oft über Konsolidierung und Budgetkürzungen berichten müssen, setzt der Nachwuchs mit dem Mut zur Gründung eines eigenen Studios ein starkes Ausrufezeichen. Die Stiftung Digitale Spielekultur und der game – Verband der deutschen Games-Branche gaben heute bekannt, dass das vom Bund geförderte Pilotprojekt voll eingeschlagen hat. Das Ziel, Gründungswilligen den Rücken zu stärken, wurde nicht nur erreicht, sondern übertroffen.

100 Prozent Quote: Gründen kann man lernen

Die nackten Zahlen lesen sich wie der Traum eines jeden Wirtschaftsförderers: Von den 132 Geförderten haben alle zum Jahreswechsel ihre Studios formal gegründet. Während 11 Teams schon vor Stipendienbeginn in den Startlöchern standen, wurden 64 Unternehmen direkt während der Laufzeit im Jahr 2025 aus dem Boden gestampft.

Nandita Wegehaupt, Geschäftsführerin der Stiftung, betont dabei den Wert des Know-how-Transfers: „‚Press Start‘ zeigt: Gründen kann man lernen! Neben unserem Bildungs- und Vernetzungsprogramm haben die Stipendiat*innen vor allem das persönliche Mentoring durch Branchen-Profis als große Bereicherung für ihre Gründungsvorhaben empfunden. Dass nun wirklich alle den mutigen Schritt zum eigenen Unternehmen gemacht haben, beweist, dass die Ideenvielfalt des kreativen Nachwuchses erheblich von den Erfahrungswerten gestandener Branchenexpert*innen profitiert. Darüber hinaus ist es inspirierend, wie viele Branche-Profis Verantwortung für die nächste Generation übernehmen.“ Neben der finanziellen Spritze war es vor allem das Mentoring durch gestandene Branchen-ExpertInnen, das den Teams die Angst vor dem bürokratischen und unternehmerischen „Endgegner“ genommen hat.

Von Cozy bis Strategie: Neue Vielfalt für die Branche

Die Liste der 75 neuen Studios liest sich wie ein Reiseatlas durch die Bundesrepublik und die Genre-Landschaft gleichermaßen – von Amberdive Interactive in Hamburg über Bitesized Games in Baden-Württemberg bis hin zu Traveller’s Box in Sachsen. Auch inhaltlich zeigen die Debütanten, wie breit Indie-Entwicklung aufgestellt sein kann. Das Spektrum reicht von bunten Cozy Games über komplexe Aufbaustrategie bis hin zu Gamification-Apps für digitale Schnitzeljagden. Genau dieses Vielfalt braucht die Branche, um wettbewerbsfähiger und resilienter zu werden.

game-Geschäftsführer Felix Falk sieht hier vor allem ein wichtiges Signal an die Politik der Bundesregierung: „Die unglaubliche Gründungsrate von 100 Prozent untermauert den einzigartigen Erfolg von ‚Press Start‘ und zeigt, wie effektiv so ein zielgerichtetes Programm zur Gründungsförderung im Games-Bereich ist. Der Ansatz des Programms, ambitionierten Games-Entwickler*innen Mittel und Know-how an die Hand zu geben, um unternehmerisch voranzukommen und sich eigene Gründungen zu trauen, geht voll auf. Hier entsteht die nächste Generation der Games-Branche.“

Eine komplette Übersicht aller 75 neu gegründeten Studios und ihrer Projekte findet ihr hier auf der Webseite des Stipendiums.

Quelle: Pressemitteilung Stiftung Digitale Spielekultur

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