Logo Ministerum für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie Saarland Quelle/Autor: Ministerum für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie Saarland

Games-Förderung Saarland: Einreichungsfrist beginnt heute

Lange wurde darauf gewartet, ab heute, den 1. März 2026 ist es soweit: Das Saarland startet seine eigene, strukturierte Games-Förderung. Das Wirtschaftsministerium stellt jährlich 300.000 Euro bereit, um Prototypen und Produktionen zu unterstützen.

Während andere Bundsländer noch diskutieren oder trotz guter wirtschaftlicher Lage knausern, legt ausgerechnet das kleinste Bundesland (die Stadtstaate herausgerechnet) nun mit einer eigenen Förderung von stattlichen 300.000 Euro pro Jahr gut vor. Damit sollen einerseits Prototypen, andererseits die Produktion von Spielen gefördert werden.

Investition in die Zukunft

Wirtschaftsminister Jürgen Barke bestätigt die Intention, die saarländische Games-Unternehmen konkurrenzfähig zu machen und von der Innovationskraft der Branche profitieren zu wollen: „Mit der neuen Förderstruktur tragen wir den dynamischen Entwicklungen innerhalb der Branche sowie den veränderten Rahmenbedingungen auf Bundesebene Rechnung. Uns ist es wichtig, das Saarland als relevanten Standort für die Spieleentwicklung in Deutschland zu festigen und eine verlässliche Förderung auf Landesebene zu schaffen. Wir wollen die saarländischen Studios mit ihren Innovationspotenzialen weiter voranbringen. Viele technologische Innovationen aus der Games-Branche sind auch für traditionelle Wirtschaftszweige hochrelevant. Diese Innovationskraft wollen wir gezielt stärken.“

Felix Klein (Radical Fish Games) spricht als Vertreter des game Saarland vielen EntwicklerInnen aus der Seele: „Mit einem größeren Fördertopf bietet die neue Förderung eine wichtige Anschubfinanzierung für viele saarländische Studios und damit einen essentiellen Baustein für ein langfristiges Wachstum der Branche. Hinter jeder geförderten Idee steht das Potential eines erfolgreichen Spiels, der Entstehung eines etablierten Studios und damit wirtschaftlichen Wachstums.“

Das Modell im Detail

Das Programm ist bewusst schlank gehalten und unterscheidet zwei Stränge: Prototypenförderung (spielbare Demos) und Produktionsförderung (marktreife Spiele). Über die Vergabe entscheidet eine Bewilligungsbehörde auf Basis einer (nicht bindenden) Empfehlung des Vergabeausschusses.

Finanziell sieht das Modell eine Förderquote von bis zu 75 Prozent vor. Das gilt für Projekte mit Investitionssummen bis zu 100.000 Euro. Liegen eure zuwendungsfähigen Gesamtausgaben darüber (bis zur Obergrenze von 300.000 Euro), wird der Zuschuss bei einem Festbetrag von 75.000 Euro gedeckelt.
Wichtig: Projekte unter 50.000 Euro Gesamtvolumen fallen durch das Raster, hier müsst ihr also eine gewisse Mindestgröße mitbringen.

Da es sich um eine Landesförderung handelt, müsst ihr euren Sitz, eine Betriebsstätte oder Niederlassung im Saarland haben. Die Gelder müssen nicht zurückgezahlt werden – ein riesiger Vorteil für das unternehmerische Risiko. Zudem ist eine Kumulierung mit anderen Mitteln (z.B. Preisgeldern des Game Award Saar) möglich, solange die EU-Beihilferechte (De-Minimis) eingehalten werden.

Die Antragstellung läuft komplett digital über das zentrale Förderportal des Saarlandes. Förderfähig sind neben den eigenen Personalkosten auch Freelancer (sofern das Geld im Saarland ausgegeben wird) sowie projektspezifische Hard- und Software. Der Startschuss für die Einreichungen fällt am 1. März 2026. Die Projektlaufzeit beträgt in der Regel 12 Monate.

Alle Details gibt’s auch auf dieser Info-Seite.

Hier geht’s direkt zum Förderportal des Wirtschaft-Ministeriums.

Quelle: Pressemitteilung Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie Saarland

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