Symbolbild zum Beitrag - selbstgemacht von Autor/Quelle: Chefspatz aka Benjamin Scharff

Entwicklertagebuch „Indie-Gezwitscher“ von Benjamin Scharff: #11 Programmieren

Eine Spielidee zu haben, ist nicht schwer – ProgrammiererInnen finden, die dabei helfen, sie umzusetzen, dagegen sehr. Hilft nichts, dachte sich Ben und machte das Programmieren neuer Updates zur Chefspatz-Sache. Das Ergebnis? Ein Code-Massaker ohne Rücksicht auf Verluste oder Konventionen, aber: Es funktioniert!

Mir fehlt ein Programmierer, das merke ich immer wieder. Nicht heulen, rennen – wie es in Warhammer heißt. Also code ich eben selbst.

Heute habe ich ein nützliches Odin-Tool ins Spiel eingebaut, mit dem wir die Savefiles des Spiels austauschen können. Spart enorm viel Zeit. Dass ich mal selbst Odin-Tools für meine Spiele entwickeln würde, hätte ich vor einem Jahr – nein, vor einem Tag – noch nicht gedacht. Hatte mich nie an Odin rangetraut, aber nun gemerkt, wie einfach es ist, damit was zu bauen.

Wie dem auch sei … wir kommen gut voran und pflastern das Game mit Scheiße voll. Mann, macht das Laune! Wir haben eine Idee und setzen diese um. Zum Glück bin ich ein zu schlechter Programmierer, um auf Codeschönheit oder Konventionen auch nur den geringsten Wert zu legen. Bei uns wird gepfuscht, bis der Arzt kommt. ABER: Es funktioniert. Und das ist ja bekanntlich die Hauptsache.

Diesen ganzen Monat noch läuft der erste große Public-Test und wir haben schon über 20 Kritiken bekommen, die uns wahnsinnig helfen. 20 % hassen das Spiel in allen Facetten, 20 % ist es egal, 40 % finden es ok und weitere 20 % lieben es. Wir wussten die ganze Zeit schon, dass wir eine extrem kleine Nische an Spielern mit einem schweren Totalschaden bedienen – also einem Schaden, der unserem eigenen nahekommt. Daher ist das Zwischenergebnis nach einer Woche großartig.

Obergenie bekommt sehr bald noch ein großes Update, das den Wimmelbildfaktor noch verstärkt. Dann sind wir ein Puzzle-Wimmel-Clicker. Geil, was? Wir haben uns bei der re:publica beworben und werden natürlich auch bei der A MAZE. teilnehmen. Und das Lustigste zum Schluss: Sparrow Games ist offizieller Sponsor des Global Game Jam 2026. Mega abgefahren, was?

Hier ist ein Ausschnitt aus Odin, den ich zusammengeschustert habe. Eine Mischung aus Deutsch und Englisch mit einigen Anmerkungen für den Rest des Teams. Wenn ihr mich unterstützen wollt, lasst ein Like da und kommentiert bitte, damit ich antworten kann. Ich liebe Antworten. 😀

Euer Chefspatz

Über den Autor und die Kolumne:

Benjamin Scharff ist CEO und selbsternannter „Chefspatz“ von Sparrow Games, einem Entwicklerstudio aus Berlin. Gemeinsam mit seinem Team arbeitet er gerade am Projekt Obergenie, einem casual Puzzle-Game mit Fokus auf PvP. In seinem Entwicklertagebuch Indie-Gezwitscher teilt er regelmäßig mit euch seine Abenteuer als Indie-Entwickler in Deutschland – auf seinem LinkedIn-Kanal und bei uns auf gamerrepublic.de.

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