Valve versucht Indies auf Steam besser sichtbar zu machen, scheitert

Quelle: Valve

Vor einigen Tagen hat Valve ein Steam-Update veröffentlicht, das bei den Kunden-Empfehlungen auch unbekanntere Titel mit einbeziehen sollte. Inzwischen haben sich einige Indie-Entwickler zu Wort gemeldet und festgestellt: Der Traffic auf ihrer Steam-Page ist seitdem deutlich gesunken.

Eigentlich wollte Valve die Situation kleiner Entwicklerstudios auf Steam verbessern. Stattdessen sind einige nun endgültig in der Versenkung der schier endlosen Storefront versunken.

Das Problem betrifft in erster Linie Spiele, die noch nicht erschienen sind. Entwickler, deren Titel bereits veröffentlicht wurde, haben durch das Update keine Veränderung oder sogar einen kleinen Schub nach oben erfahren. Zumindest scheint sich die Situation in diesen Fällen nicht verschlechtert zu haben.

Indie-Games sind auf Steam kaum noch zu finden

Gegenüber Kotaku äußerten sich diverse Studios zu den Zuständen. Bei Failcore Games sanken die Wunschlisten-Einträge ihres aktuellen Spiels von ungefähr 40 pro Tag auf einen negativen Wert. Es entfernten also mehr Nutzer das Spiel von ihrer Liste, als es von anderen hinzugefügt wurde. Die Wunschlisten sind auf Steam ein wichtiger Indikator für den Erfolg eines Titels – Interessenten werden so benachrichtigt, wenn das Spiel erscheint oder im Angebot ist.

Wie es zu den Problemen mit dem Algorithmus gekommen ist, ist nicht bekannt. Auch nicht, ob Valve etwas dagegen unternehmen wird. Laut dem Unternehmen wird das Update zwar geändert werden, in welche Richtung verraten sie allerdings nicht.

Die Entwickler sind verständlicherweise sauer. Unter “ähnliche Produkte” sind fast ausschließlich bereits erfolgreiche Titel und AAA-Spiele vertreten. Wie soll es ein Indie-Studio ohne PR-Budget so schaffen, von potentiellen Käufern gesehen zu werden? Der Weg scheint noch steiniger zu werden als bisher.