Die Bundesregierung will Werbung von Influencern regulieren

https://www.fr.de/politik/umstrittenes-nestle-video-julia-kloeckner-bekommt-rueckendeckung-12363610.html Quelle: dpa

So regiert man am Volk vorbei. Erst beschwert sich AKK über den Einfluss von Internet-Persönlichkeiten auf Wahlen und jetzt sollen die Werbetätigkeiten von Influencern klarer reguliert werden.

Influencer machen ununterbrochen Werbung, ohne diese zu kennzeichnen. Manche machen sogar keine Werbung und kennzeichnen sie trotzdem, nur aus Angst vor Abmahnungen. Striktere und vor allem klarere Regulierungen sind sinnvoll. Nur sollten sich Politiker ebenso daran halten. Wer sich ein Eigentor nach dem anderen leistet, sollte den Zeigefinger in der Hosentasche lassen.

Neue Medien, neue Regeln

Werbung bei Influencern auszumachen, ist deutlich schwieriger als beispielsweise im TV. Was ist mit der ununterbrochenen Schleichwerbung, absichtlich oder nicht? Wie will man kontrollieren, ob wirklich keine Gegenleistung erbracht wurde? Internet-Ikone und Frau von jemand Berühmtem, Cathy Hummel, wurde zuletzt vom Landgericht für ihre Produkt-Beiträge von der Kennzeichnungspflicht freigesprochen.

Internetmenschen sind DIE Werbeträger unserer Zeit. Die unpersönlichen Konzerne treten in den Hintergrund und ihre Produkte bekommen viele bekannte Gesichter. Was ist effektiver, als wenn ein Bekannter einem etwas empfiehlt. Im Videospielbereich sind es die Twitch-Streamer, die Spiele verkaufen. Die bekanntesten werden für kurze Let’s Plays mit Geld überhäuft.

Und die Lösung? Die sollen sich die Politiker überlegen. Oder einfach TV Total zum Vorbild nehmen und ganz offen jeden Beitrag als Dauerwerbesendung kennzeichnen.