Die vom game-Verband veröffentlichte Statistik zeigt die Entwicklung für die Anzahl der Games-Unternehmen in Deutschland in den letzten Jahren. Quelle/Autor: game e.V. - Verband der deutschen Games-Branche

Deutscher Games-Markt schrumpft: game-Verband veröffentlicht Zahlen zur aktuellen Entwicklung

Erstmals seit Jahren ist die deutsche Games-Branche nicht gewachsen, sondern geschrumpft. Das zeigen die jüngst veröffentlichten Zahlen des game-Verbands. Sowohl die Anzahl der Unternehmen als auch die der Beschäftigten ist gesunken.

Es ist eine Zäsur für die deutsche Games-Branche, die Branchen-Angehörige wohl wenig überrascht: Nach Jahren des kontinuierlichen Wachstums meldet der game – Verband der deutschen Games-Branche für das vergangene Jahr einen Rückgang sowohl bei der Anzahl der Unternehmen als auch der Beschäftigten. Als Hauptursache nennt der Verband die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und vor allem den monatelangen Förderstopp des Bundes.

Die Zahlen im Detail: Ein spürbarer Rückgang

Die aktuellen veröffentlichten Daten, die auf gemeinsame Erhebungen von gamesmap.de und Goldmedia basieren, sprechen eine klare Sprache. Die Anzahl der Unternehmen, die Spiele entwickeln, veröffentlichen oder in beiden Bereichen zu Hause sind, sank von 984 im Vorjahr auf 910, was einem Minus von 4 Prozent entspricht.

Ebenso deutlich ist der Trend bei den Arbeitsplätzen. Im Kernmarkt, also direkt bei EntwicklerInnen und Publishern, sank die Zahl der Beschäftigten um 2 Prozent von 12.408 (2024) auf 12.134 (2025). Dabei zeigt sich hier eine erstmals gegenläufige Entwicklung im Vergleich zum starken Aufwärtstrend der letzten Jahre: Von 2020 bis 2024 stieg die Anzahl der Beschäftigten noch um 23 Prozent.

Die vom game-Verband veröffentlichte Statistik zeigt die Entwicklung für die Anzahl der Games-Mitarbeitenden in Deutschland in den letzten Jahren. Quelle/Autor: game e.V. - Verband der deutschen Games-Branche
Die vom game-Verband veröffentlichte Statistik zeigt die Entwicklung für die Anzahl der Games-Mitarbeitenden in Deutschland in den letzten Jahren. Quelle/Autor: game e.V. – Verband der deutschen Games-Branche

Game-Verband identifiziert Förderunsicherheit als entscheidender Faktor

Den entscheidenden Faktor für diese Entwicklungen sieht der game-Verband in der hausgemachten Unsicherheit bei der Games-Förderung. Der monatelange Antragsstopp bei der Bundesförderung habe viele Unternehmen in eine prekäre Lage gebracht und das Vertrauen in den Standort erschüttert. Ein Jahr zuvor hätte die Förderung trotz der internationalen Konsolidierungswelle noch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und Projekte garantiert und entsprechend nicht das Wachstum blockiert.

game-Geschäftsführer Felix Falk zeigt sich jedoch durch die neusten Entwicklungen beim Thema Bundes-Förderung optimistisch. Denn mit der neuen Regierung wurde nicht nur das jährliche Förderbudget auf 125 Millionen Euro erhöht, auch das gerade erst veröffentlichte Update der Förderrichtlinien verbessert die Rahmenbedinungen für Games-EntwicklerInnen deutlich. „Das sind entscheidende Wachstumsimpulse, die dringend gebraucht werden. Die zusätzlichen Mittel schaffen nicht nur mehr Planungssicherheit für die Unternehmen, sondern auch Zeit, um die Pläne zur Einführung einer zusätzlichen steuerlichen Games-Förderung wie sie im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD festgehalten wurden, umzusetzen. Die verbesserten Rahmenbedingungen werden den Games-Unternehmen endlich wieder Rückenwind geben, der sich hoffentlich schon bald in mehr Unternehmensgründungen und der Schaffung neuer Arbeitsplätze zeigen wird“, so Falk.

Quelle: Pressemeldung des game-Verbands

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