„Good Job or Flop?“ – unter diesem Motto startet die Gewerkschaft ver.di eine umfassende IKT-Branchenbefragung, die sich explizit auch an die deutsche Games-Branche richtet. Vom 6. Mai bis zum 30. Juni 2025 sind alle Beschäftigten der Branche eingeladen, ihre Arbeitsbedingungen anonym zu bewerten.
Crunch-Time, unsichere Verträge, fairer Lohn – die Diskussionen um die Arbeitskultur in der deutschen Spieleentwicklung sind allgegenwärtig. Um aus Meinungen handfeste Daten zu machen und eine Grundlage für zukünftige Lobbyarbeit zu schaffen, startet ver.di jetzt die große IKT-Branchenbefragung. Die Umfrage bietet euch als EntwicklerInnen, Game DesignerInnen oder Teil eines Indie-Studios die Chance, eure Perspektive einzubringen und aktiv an der Gestaltung zukünftiger Branchenstandards mitzuwirken.
Was wird wie gefragt?
Die Online-Befragung ist Teil einer größeren Initiative, die neben der Games-Branche auch die Sektoren IT und Telekommunikation beleuchtet. Sie läuft bis noch bis zum 30. Juni 2025 und dauert etwa 20-25 Minuten. Ihr könnt flexibel via Computer oder Smartphone teilnehmen, auch in englischer Sprache, und die Umfrage bei Bedarf unterbrechen.
Als Instrument dient der bewährte DGB-Index Gute Arbeit, der Dimensionen wie Belastungen, Ressourcen und Einkommen erfasst. Ergänzt wird dieser durch branchenspezifische Fragen zu Digitalisierung, Outsourcing und Qualifizierung. Eure Antworten helfen, ein differenziertes Stimmungsbild zu zeichnen, das für die Vorbereitung von Tarifrunden oder die Betriebsratsarbeit von unschätzbarem Wert sein kann.
Ihr fragt euch, wer oder was ver.di eigentlich ist und wollt euch allgemein zum Thema informieren? Dann hört euch unbedingt unsere Podcast-Folge mit Felix Voigt von Deck13 an, mit dem wir genau darüber gesprochen haben.
Datenschutz und Anonymität an erster Stelle
Gerade bei sensiblen Themen wie der Bewertung des eigenen Jobs ist der Datenschutz entscheidend. ver.di stellt klar, dass die Befragung den strengen Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes folgt. Die Daten werden extern und nach den Regeln einer Datenschutzerklärung beim Umfragezentrum Bonn (uzbonn) gespeichert, dessen Server in Deutschland stehen.
Die Anonymität ist dabei jederzeit gewährleistet: Auswertungen werden nur für Gruppen ab zehn Personen erstellt, sodass keine Rückschlüsse auf Einzelpersonen möglich sind. Personenbezogene Daten wie die optional angegebene E-Mail-Adresse für die Unterbrechungsfunktion werden nicht mit dem Fragebogen verknüpft. So könnt ihr sicher sein, dass eure ehrliche Meinung vertraulich behandelt wird und ausschließlich in anonymisierter Form in die Gesamtergebnisse einfließt, die für Herbst 2025 erwartet werden.
Falls ihr eure KollegInnen auf die Umfrage aufmerksam machen wollt: ver.di stellt auf der Kampagnenwebsite umfassende Werbematerialien wie Flyer und Hintergründe zur Verfügung. Denn eine starke gemeinsame Stimme entscheidend für positive Veränderungen.
