Die Hansestadt setzt im neuen Koalitionsvertrag auf digitale Innovation im Gaming-Bereich. Gleichzeitig kommt eine Obergrenze für In-Game-Käufe, um junge SpielerInnen besser zu schützen.
SPD und Grüne haben klare Prioritäten für Hamburgs digitale Zukunft: GameCity Hamburg wird ausgebaut, das PLAY Festival erhält mehr Unterstützung, und Zukunftstechnologien wie KI und Augmented Reality werden gezielt gefördert. Die bewährten Strukturen der Kreativ Gesellschaft sollen dabei als flexibles Fundament dienen. E-Sports bleibt hingegen außen vor – der Koalitionsvertrag erwähnt diesen Bereich nicht.
Jugendschutz rückt in den Fokus
Die Koalition reagiert auf die in der Gesellschaft wachsenden Probleme durch exzessiven Medienkonsum: Ein umfassender Aktionsplan soll Suchtverhalten und psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen bekämpfen. Konkret geplant sind voreingestellte Drittanbietersperren und ein Betrags-Limit für In-Game-Käufe – wie diese technisch umgesetzt werden, bleibt jedoch offen. Eltern, Schulen und Beratungsstellen werden in die Strategie mit eingebunden.
Das neue „Haus der digitalen Welt“ am Gerhard-Hauptmann-Platz wird zentraler Treffpunkt für die Community. Hier können Hamburger künftig technologische Entwicklungen erleben, sich weiterbilden und austauschen. Bibliotheken, die Volkshochschule und das Jugendinformationszentrum sind als Partner mit an Bord. Ob die lokale Gaming-Branche eine aktive Rolle spielen wird, lässt der Koalitionsvertrag offen. Die formelle Unterzeichnung erfolgt am 7. Mai 2025, wenn Peter Tschentscher (SPD) als Erster Bürgermeister wiedergewählt wird.
