Die deutsche Gaming-Industrie steht vor einem Wendepunkt. Während der Gesamtmarkt 2024 einen Rückgang verzeichnet, gibt es dennoch ein gewisses Wachstums-Potential.
Der deutsche Games-Markt musste 2024 einen Dämpfer hinnehmen. Mit einem Umsatzrückgang von 6 Prozent auf 9,41 Milliarden Euro wurde die 10-Milliarden-Marke deutlich verfehlt. Besonders die Hardware-Verkäufe und der klassische Spielevertrieb waren von Einbußen betroffen. Einzig der Bereich Online-Dienste konnte ein Plus verzeichnen.
Deutsche Entwicklerszene im internationalen Vergleich
Trotz der Größe des deutschen Absatzmarktes bleibt Deutschland als Entwicklerstandort vergleichsweise klein. Mit etwa 1.200 Unternehmen und knapp 13.000 Beschäftigten konzentriert sich die deutsche Gaming-Industrie vor allem auf den Free-to-Play-Bereich. Die größten Arbeitgeber sind internationale Konzerne wie Nintendo, Ubisoft und die Embracer Group.
Wichtige Zahlen im Überblick:
- Gesamtmarkt 2024: 9,41 Mrd. Euro (-6%)
- Deutsche Entwicklerindustrie: 3,9 Mrd. Euro (2023)
- Beschäftigte in der deutschen Gaming-Industrie: ca. 13.000
- Anzahl der Entwicklerstudios mit über 100 Mitarbeitern: ca. 25
- Wachstum bei Online-Gaming-Diensten: +12% (965 Mio. Euro)
Für die Zukunft zeigt sich die Branche vorsichtig optimistisch. Während game-Geschäftsführer Felix Falk auf neue Konsolen-Generationen und kommende Blockbuster-Titel setzt, arbeitet die deutsche Entwicklerszene an ihrer internationalen Positionierung. Die Integration des Games-Referats in das übergeordnete Referat „Kultur- und Kreativwirtschaft“ im Wirtschaftsministerium wurde von der Branche zwar kritisch aufgenommen, dennoch bleibt die Gaming-Industrie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der deutschen Wirtschaft.
Quellen: Gameswirtschaft, Gamesmarkt
