Die besten Games-Standorte in Deutschland in der Übersicht, bewertet von den Unternehmen der Games-Branche. Autor/Quelle: game e.V.

game e.V. ermittelt die besten Games-Standorte in Deutschland

Der game e.V. hat sein aktuelles Standort-Ranking der Bundesländer veröffentlicht. Bayern sichert sich den Spitzenplatz, während Hessen als großer Verlierer auf dem letzten Platz landet.

Der Branchen-Verband der Games-Branche hat in einer Online-Umfrage vom 6.11 bis 18.11. ihre Mitgliedsunternehmen, darunter vor allem EntwicklerInnen und PublisherInnen, um eine Bewertung ihres Heimatbundeslandes gebeten.

Felix Falk, Geschäftsführer des game – Verband der deutschen Games-Branche, zeigt sich zufrieden mit den Ergebnissen:

Der Trend der vergangenen Jahre setzt sich fort: Immer mehr Bundesländer erkennen den großen Wert der Games-Branche für ihre Region und arbeiten an besseren Rahmenbedingungen für Games-Unternehmen. Angesichts des Hin und Her bei der bundesweiten Games-Förderung waren die Bundesländer in den vergangenen zwei Jahren mit guten Games-Programmen umso wichtiger. Das Engagement lohnt sich, denn diese Standorte werden mit zahlreichen positiven Effekten in Bereichen wie Wirtschaft, Innovation oder Gesellschaft belohnt.

Bayern als Vorreiter

Bereits in der letzten Erhebung war Bayern unter den Top 3 vertreten. Diesmal ist es gelungen, am bisherigen Spitzenreiter Nordrhein-Westfalen vorbeizuziehen, obwohl dort mit 5,3 Millionen Euro der größte Fördertopf zur Verfügung steht. In Bayern sind es 3,3 Millionen Euro. Doch Geld ist nicht alles. Es ist das überdurchschnittliche Engagement des amtierenden bayerischen Digitalministers Dr. Fabian Mehring, das sich hier deutlich auszahlt.

Gleich nach seinem Amtsantritt rief Mehring das Jahr 2024 zum „Jahr der Games“ aus. Aussagen wie „In Bayern werden Games zukünftig nicht länger als Hobby für IT-Nerds verstanden, sondern als milliardenschwerer Wachstumsmarkt und zukunftsträchtiger Wirtschaftssektor“ oder „Wir wollen deshalb nicht länger von der Seitenlinie aus dabei zusehen, wie amerikanische und asiatische Player der Games-Wirtschaft den Wohlstand der Zukunft untereinander verteilen, sondern selbst in die Champions-League dieser Zukunftsindustrie aufsteigen.“ machen deutlich, dass man in Bayern den besonderen Wert der Games-Industrie als starken Wirtschafts-, Kultur- und Technologiemotor erkannt hat.

Den Worten folgten Taten. So wurde die Gesamtfördersumme für Games erhöht und mit der GAMEREI in München ein einzigartiger Ort für gemeinsames Arbeiten, Networking und Austausch der bayerischen Games-Branche geschaffen. Die Bemühungen Mehrings wurden unter anderem mit einer Verdoppelung der Besucherzahlen der bayerischen Games-Messe GG-Bavaria belohnt.

Auch in den klassischen Games-Regionen NRW, Berlin (bzw. Berlin-Brandenburg) und Baden-Württemberg wird weiterhin viel für Games getan, was sich in den relativ stabilen Platzierungen in den Top 5 wederspiegelt. Hamburg rutscht zwar mit zwei Plätzen überdurchschnittlich ab, muss sich aber dank der zahlreichen Initiativen der Gamecity Hamburg nicht verstecken.

Hilferufe aus Hessen

Also alles in Butter in der deutschen Games-Branche? Fast. Denn ein Bundesland weigert sich vehement, die genannten Vorteile einer umfassenden Games-Förderung zu erkennen: Hessen. Obwohl in Hessen wichtige Player der Branche beheimatet sind, die teilweise zu den mitarbeiterstärksten Unternehmen zählen. Obwohl gerade die Main-Rhein-Region ein enormes Potenzial für Innovationen und internationalen Austausch bietet. Obwohl Hessen das wirtschaftlich fünftstärkste Bundesland der BRD ist.

Es heißt immer, dass es keine Verlierer gibt. Im „Fall“ Hessen, das in der Umfrage gleich um sechs Plätze abrutscht, kann man es fast nicht anders nennen. Kein anderes Bundesland verzeichnet einen derart starken Negativtrend. Die Botschaft der hessischen Games-Branche ist klar: Hier muss dringend etwas passieren!

Auf den unteren Plätzen landen auch die Mitgliederländer der Standortvertretung Games & XR Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen). Jedoch kam aus dem Osten der BRD jüngst ein starktes Signal zur Veränderung, ndem hier die zuständige Förderinstitution, die Mitteldeutsche Medienförderung (DM), eine eigene Förderrichtlinie für Games verabschiedet hat. Diese trat am 01. Januar 2025 in Kraft. Eine Auswirkung auf die dortige Situation für die Games-Unternehmen und die nächste Umfrage bleibt abzuwarten.

Quelle: games e.V. und Bayerisches Staatsministerium für Digitales

2 thoughts on “game e.V. ermittelt die besten Games-Standorte in Deutschland

Kommentar verfassen

Back To Top

Entdecke mehr von gamerrepublic.de

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen