In diesem Artikel erklären wir euch, was ein Lighting ArtistIn genau macht, was ihr für die Stelle können solltet und welche Ausbildungsmöglichkeiten es gibt.
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Spieleentwicklung immer weiter professionalisiert. Das hatte auch zur Folge, dass sich einzelne Berufsgruppen weiter ausdifferenziert haben Längst gibt es nicht mehr nur Grafik DesignerInnen, sondern auch UX-DesignerInnen oder Concept-ArtistInnen. Eine der vermutlich weniger bekannten Positionen im Art-Bereich ist der/die Lighting ArtistIn.
Das macht ein(e) Lighting ArtistIn
Ein(e) Lighting ArtistInt in der Games-Industrie ist für die Erstellung von Lichteffekten und grafischer Atmosphäre in Videospielen verantwortlich. Dieser hochspezialisierte Bereich ist dafür zuständig, die virtuelle Welt zum Leben zu erwecken und eine realistische oder künstlerische Beleuchtung zu schaffen, um die Stimmung des Spiels zu unterstützen.
Die Hauptaufgaben eines Lighting-Artist sind die Erstellung von Beleuchtungssystemen und Lichteffekten wie Lens Flares oder Volumetric Lighting, die Platzierung von Lichtquellen, die Anpassung von Schatten und Reflexionen sowie die Optimierung der Beleuchtung für eine bessere Leistung des Spiels.
Das muss ein(e) Lighting ArtistIn können
Auch als Lighting ArtistInsind bestimmte Fähigkeiten und Qualifikationen von euch gefragt. In diesem Fall sind es neben der Beherrschung der notwendigen Tools (die ihr im Laufe eurer Ausbildung erlernen werdet) vor allem ein gutes Auge für die Komposition von Bildern und Szenen. Ein fundiertes Verständnis der Videospielindustrie, den gänginge Workflows und technischer Entwicklungen ist ebenfalls wichtig.
So werdet ihr Lighting ArtistIn
Um als Lighting ArtistIn in der Games-Industrie zu arbeiten, ist in der Regel eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich Computergrafik, Game Design, Animation oder einem ähnlichen Fach empfehlenswert. Diese Studiengänge bieten eine breite Palette von Kursen, die sich mit den Grundlagen der 3D-Modellierung, Texturierung, Animation und Beleuchtung befassen. Sie vermitteln auch Kenntnisse über die Verwendung von spezieller Software wie Autodesk Maya, 3ds Max oder Unity.
Darüber hinaus gibt es spezialisierte Schulen und Online-Kurse, die sich auf die Ausbildung von Lighting ArtistInnen konzentrieren. Diese bieten häufig praxisorientierte Lehrgänge an, in denen ihr die Möglichkeit haben, an Projekten zu arbeiten und eure Fähigkeiten auszubauen. Es gibt jedoch auch viele erfolgreiche Lighting ArtistInnen, die autodidaktisch sind und ihre Fähigkeiten durch praktische Erfahrung und Selbststudium entwickelt haben.
Das könnt ihr sonst noch tun
Egal ob mit oder ohne Ausbildung, praktische Erfahrung zu sammeln und ein Portfolio mit eigenen Arbeiten aufzubauen ist extrem wichtig. Dies kann durch die Teilnahme an Praktika, freiberufliche Projekte oder die Erstellung eigener kleiner Spiele oder Animationen erreicht werden. Ein gutes Portfolio ist entscheidend, um potenzielle Arbeitgeber von euren Fähigkeiten und Talenten zu überzeugen.
Lighting ArtistInnen sind grundsätzlich gefragt, da die optische Qualität und Atmosphäre eines Spiels einen großen Einfluss auf das Spielerlebnis haben. Ihr müsst euch allerdings bewusst sein, dass aufgrund des hohen Spezialisierungsgrades die Jobauswahl in der von Indies geprägten Studio-Landschaft in Deutschland etwas eingeschränkter ist. Ist es ohnehin euer Ziel, in eher kleinen Teams zu arbeiten, solltet ihr euch neben Lighting Art auch anderen Skills aneignen. Gut kombinieren lassen sich eure Fähigkeiten als Lighting ArtistIn beispielsweise mit denen aus anderen Art-Bereichen wie Concept Design oder Art Design. Auch Programming (Technical Art), Projektmanagement oder Social Media Management sind Aufgabenfelder, die bei Indies dringend gebraucht und nicht selten mit anderen Tätigkeitsbereichen kombiniert werden.
Was verdient ein(e) Lighting ArtistIn?
Die Gehälter für Lighting ArtistInnen variieren je nach Erfahrung, Standort und Arbeitgeber. Das Einstiegsgehalt liegt in der Regel bei etwa 30.000 bis 40.000 Euro pro Jahr. Mit genug Erfahrung kannst du bis zu 70.000 Euro verdienen.
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