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Es gibt jetzt eine Verwertungsgesellschaft für Games

Musik, Film, Buch: Für alle diese Medien gibt es sogenannte Verwertungsgesellschaften, die den Schöpfern zusätzliche Einnahmen einbringen. Der Branchen-Verband game setzt ein ähnliches Modell nun für Videospiele um.

Wer Texte schreibt, hat die VG Wort; wer Musik macht, hat die GEMA; wer Filme oder Serien dreht, hat die VFF. Bei diesen Unternehmen handelt es sich um sogenannte Verwertungsgesellschaften. Diese sorgen neben dem eigentlichen Verkauf der jeweiligen Werke für zusätzliche Einnahmen, indem Gelder gesammelt und an die Teilnehmenden verteilt werden. Nur wer Games entwickelt, hat bisher keinen solchen Partner an der Seite.

Der game-Verband gründet die Verwertungsgesellschaft für die Herstellung von Games

Die Verwertungsgesellschaft für die Herstellung von Games mbH (kurz VHG) möchte Studios und Publishern dabei helfen, sogenannte Privatkopievergütungen geltend zu machen. Dabei handelt es sich um erstellte Screenshots, Videos oder Streams auf Basis ihrer Videospiele. Ab Juni können Games-Unternehmen mit der VHG einen entsprechenden Vergütungsvertrag abschließen, um an der Ausschüttung teilzunehmen.

Mit der Gründung der VHG schaffen wir endlich die Möglichkeit für Games-Hersteller in Deutschland, an dem System der Privatkopievergütung teilzunehmen. Bisher sind die den Games-Unternehmen zustehenden Vergütungen an andere Medienbranchen abgeflossen. Zukünftig kann auch die Games-Branche über die VHG darauf zugreifen. Das ist nicht nur gerecht, sondern trägt ebenfalls zu einer starken Games-Branche in Deutschland bei.

Prof. Dr. Christian-Henner Hentsch, Leiter der VHG

Gelder, die von der Games-Branche generiert werden, sollen in Zukunft also in dieser bleiben und nicht in benachbarte Branchen abfließen. Der game-Verband betont, dass sich für Kunden und Spieler nichts ändern wird.

Quelle: game

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