Waren bei der Pressekonferenz zur Weiterentwicklung der Frankfurter Gründungsförderung (v.l.): Bernhard Grieb, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt, Stephanie Wüst, Dezernentin für Wirtschaft, Recht und Stadtmarketing, und Charlie Müller, Founder und Managing Director von Futury Autor/Quelle: Wirtschaftsförderung Frankfurt

Wirtschaftsförderung Frankfurt: Games Hub Frankfurt zieht ins Futury

Die hessische Metropole schraubt an ihren Strukturen für junge Indie-Studios und Start-ups. Ab 2027 zieht der Games Hub Frankfurt an einen neuen Standort und bündelt dort kreative Spieleentwicklung mit Tech-Forschung und Investorennetzwerken. 

Die Stadt Frankfurt richtet ihre Gründungsförderung strategisch neu aus, um die Vernetzung in den entscheidenden frühen Jahren noch mehr zu pushen. Das alte Gründerzentrum Kompass – Zentrum für Existenzgründung Frankfurt am Main in der Hanauer Landstraße hat nach über 25 Jahren ausgedient und schließt Ende 2026 seine Pforten. Stattdessen setzt die Mainmetropole ab Januar 2027 auf zwei hochmoderne, dezentrale Hubs – und einer davon ist ein massiver Gewinn für die lokale Games-Wirtschaft.Tech trifft auf Games: Der neue Standort am Bertramshof

Dreh- und Angelpunkt für die EntwicklerInnen der Region wird künftig der Futury Startup Space am Bertramshof sein. Dorthin zieht der erst 2025 ins Leben gerufene Games Hub Frankfurt um. Die Idee dahinter ist klug: Statt Spiele-Devs in einem isolierten Gebäude unterzubringen, werden sie direkt mit anderen Tech-Start-ups, Hochschulen und vor allem GeldgeberInnen in einen Topf geworfen.

Das Argument der BetreiberInnen: Technologien aus dem Games-Sektor – sei es Künstliche Intelligenz, Blockchain oder immersive VR-Anwendungen – prägen längst auch klassische Industrien. Durch die räumliche Nähe beim Innovationsnetzwerk Futury sollen Synergien, Technologietransfers und völlig neue Geschäftsmodelle entstehen. Für junge Teams bedeutet das konkret: Kürzere Wege zu potenziellen InvestorInnen und wertvoller Austausch, wenn es um zukunftsfähiges Business-Know-how geht.

Mehr Kredite und ein zweiter Hub für GründerInnen

Neben dem Games Hub eröffnet die Stadt in der Jakob-Latscha-Straße nahe dem Ostbahnhof das sogenannte New Business Lab. Hier zieht das Zentrum für Existenzgründungen (Kompass) ein und bietet Beratungs- und Büroflächen, die passgenau auf Unternehmen in den ersten fünf Jahren nach der Gründung zugeschnitten sind. Für die Alt-Mieter des alten Standorts, die über diese Fünf-Jahres-Grenze hinaus sind, sucht die Wirtschaftsförderung Frankfurt aktuell nach individuellen räumlichen Alternativen in der Stadt.

Ein weiteres spannendes Detail, das im Zuge der Neuaufstellung bereits umgesetzt wurde: Die Stadt hat die maximale Kreditsumme des Frankfurter Gründerfonds verdoppelt. Frische Teams können nun bis zu 100.000 Euro beantragen. Das ist ein extrem solider Puffer für die oft teure und langwierige Vorproduktion von Spielen.

Für die künftige Generation an Game-Devs sind die Umbaumaßnahmen am Main ein starkes Signal: Frankfurt positioniert sich zunehmend als ernstzunehmender Knotenpunkt im DACH-Raum, der kreative Visionen und harte wirtschaftliche Realität clever miteinander verknüpft.

Weitere Informationen zur Gründungsförderung, den Programmen und den neuen Standorten findet ihr auf der Webseite der Wirtschaftsförderung Frankfurt.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Frankfurt am Main / Wirtschaftsförderung Frankfurt

Headerbild: Waren bei der Pressekonferenz zur Weiterentwicklung der Frankfurter Gründungsförderung (v.l.): Bernhard Grieb, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt, Stephanie Wüst, Dezernentin für Wirtschaft, Recht und Stadtmarketing, und Charlie Müller, Founder und Managing Director von Futury Autor/Quelle: Wirtschaftsförderung Frankfurt

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