Eure Tools und Technologien sind mehr als reines Spielzeug? Wer mit seiner Software oder seinen VR-Konzepten auch Branchen wie Musik, Literatur oder Museen voranbringt, sollte jetzt hellhörig werden. Das Creative Innovation Lab der EU sucht nach digitalen Brückenbauern – und winkt mit einer üppigen Förderquote.
Games-Technologie ist nicht selten der Vorreiter für den Rest der Kulturwelt. Was wir in Engines bauen, wollen Museen für Ausstellungen oder Verlage für interaktives Storytelling nutzen. Genau hier hakt das neue Förderprogramm von Creative Europe ein. Statt klassischer Projektförderung für das nächste Spiel geht es hier um Innovationen, die „überschwappen“. Liegt bei euch also ein Tool in der Schublade, das nicht nur euren Workflow verbessert, sondern auch anderen Kreativbranchen helfen könnte? Dann könnt ihr euch einen Teil des 7-Millionen-Euro-Budgets sichern.
Euer Tech-Stack für Museen und Musik?
Die Bedingung für den Antrag ist eigentlich simpel, aber spannend: Euer Projekt muss eine Lösung bieten, die dem audiovisuellen Sektor (also auch Games) mindestens einer weiteren Sparte hilft. Zur Auswahl stehen hier Musik, Buch oder Museen.
Denkt also mal „out of the box“: Habt ihr eine Virtual-Reality-Umgebung gebaut, die sich auch perfekt für die Präsentation europäischer Filminhalte oder virtuelle Buchmessen eignen würde? Arbeitet ihr an einem Backend-Tool für Vertrieb oder Finanzierung, das auch Musiklabels nutzen könnten? Oder habt ihr eine Methode entwickelt, die digitale Produktion ökologisch nachhaltiger macht? Wenn ja, seid ihr genau die Zielgruppe.
Hohe Quote, faire Bedingungen
Das „Creative Innovation Lab“ ist besonders für Start-ups, Indie-Studios und Tech-Schmieden interessant, da die Hürden für die Finanzierung sehr attraktiv gestaltet sind.
Gefördert werden bis zu 80 Prozent eurer Kosten – ein Wert, von dem man bei vielen nationalen Förderungen nur träumen kann. Es gibt kein festes Limit pro Projekt, ihr könnt also budgetieren, was ihr wirklich braucht. Bewerben könnt ihr euch alleine oder als Konsortium (z.B. gemeinsam mit einem Museum oder einem Verlag). Ihr habt dann 24 Monate Zeit, eure Vision umzusetzen.
Deadline und Info-Event
Der Stichtag für eure Einreichung ist der 23. April 2026. Damit die Antragstellung etwas leichter wird, lädt das Creative Europe Desk zu einer Online-Veranstaltung ein, die drei europäische Projekte vorstellt, die als Benchmark und Inspiration dienen: XAVAGE von Will & Agency aus Dänemark und UC-A von Lucid Realities aus Frankreich. Aus Deutschland wird Mathis Nitschke von Sofilab das Projekt Corpus AI vorstellen. Corpus AI ist eine KI-gestützte Plattform für Musikschaffende.
Weitere Informationen zum Call findet ihr auf der Seite des Creative Innovation Lab.
Zur Registrierung für das Event auf Zoom geht’s hier entlang.
Quelle: Pressmitteilugnn vom Creative Europe Desk
