In einer aktuellen Mitteilung hat Ubisoft, einer der führenden Spieleentwickler in Europa, bekannt gegeben, dass insgesamt 185 Arbeitsplätze in verschiedenen europäischen Standorten abgebaut werden.
Besonders stark von Entlassungen betroffen ist das Studio in Düsseldorf, wo 65 Stellen wegfallen. Diese Entscheidung hat bei den Mitarbeitern Besorgnis ausgelöst, da sie um ihre berufliche Zukunft fürchten. Das Düsseldorfer Studio gilt als das älteste und größte innerhalb des Ubisoft Blue Byte-Verbunds in Deutschland. Es hat an bekannten Spielen wie „Die Siedler“ und „Rainbow Six: Siege“ gearbeitet und verliert nun etwa ein Sechstel seiner Belegschaft.
Darum hat Ubisoft Probleme
Ubisoft zählt neben der Embracer-Gruppe zu den größten Spieleherstellern in Europa.Neben dem Düsseldorfer Standort sind auch die britischen Studios von den Kürzungen betroffen. So wird Ubisoft Reflections verkleinert und das Studio in Leamington geschlossen, was insgesamt zu einem Verlust von weiteren 100 Arbeitsplätzen führt. Laut Berichten aus der Branche beschäftigt Ubisoft weltweit etwa 19.000 Mitarbeiter.
Die Gründe für diesen drastischen Schritt liegen vor allem im intensiven internationalen Wettbewerb. Die aktuellen Maßnahmen sind Teil einer Strategie zur Kostenreduktion und zur Fokussierung auf priorisierte Projekte wie Assassin’s Creed.
Im Geschäftsjahr 2022/23 konnte die Ubisoft Blue Byte GmbH einen Umsatz von rund 73 Millionen Euro erzielen und verzeichnete einen Jahresüberschuss von 6,9 Millionen Euro. Trotz dieser positiven finanziellen Bilanz sieht sich das Unternehmen gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, um sich besser im Markt zu positionieren und zukünftige Herausforderungen zu meistern.
