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Black Forest Games, Piranha Bytes und Co.: Weitere Nackenschläge für die deutsche Games-Branche [Update]

Laut Berichten setzt Black Forest Games die Hälfte ihrer Belegschaft vor die Tür. Derweil steht bei Piranha Bytes eine mögliche Schließung im Raum, auch wenn das Studio noch Hoffnung hat. Bei Threaks aus Hamburg steht das Aus bereits fest.

+++ Update vom 30. November 2024 +++

Inoffiziell ist Piranha Bytes schon seit Monaten Geschichte. Die Belegschaft ist entlassen und die Büros geschlossen. Jetzt gibt es auch ein Zeichen von offizieller Seite: Das Studio wurde aus dem Portfolio auf der Seite des Mutterkonzerns THQ Nordic gestrichen.

+++ Originalartikel vom 26. Januar 2024 +++

Wie unter anderem Kotaku berichtet, wird Black Forest Games etwa die Hälfte ihrer Belegschaft entlassen. Die Rede ist von 50 von 110 Personen. Laut einem Mitarbeiter des Studios werden alle Manager und Creative Director ihre Posten behalten dürfen. Die Kürzungen betreffen also in erster Linie niedrigere Positionen.

Black Forest Games veröffentlichte zuletzt die Remakes zu Destroy All Humans! 1 und 2. Momentan arbeitet das Team an Teenage Mutant Ninja Turtles: The Last Ronin für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S. Der Titel befindet sich allerdings in einem noch frühen Entwicklungsstadium.

Piranha Bytes hat ebenfalls Probleme

Black Forest Games gehört zur riesigen Embracer Group. Viele Studios des Publishers wurden in den letzten Monaten und Jahren verkleinert oder sogar geschlossen. Mit der Maßnahme soll nach vielen Jahren der Expansion jetzt Geld eingespart werden.

Ein weiteres deutsches Studio, das zu Embracer gehört, ist Piranha Bytes. Die Entwickler der Serien Gothic, Risen und Elex adressieren auf Twitter/X Gerüchte über vermeintliche Probleme. „Wir befinden uns in einer schwierigen Situation“, geben die Verantwortlichen zu. Das aktuelle Projekt wurde ursprünglich vom Bund gefördert, doch inzwischen taucht das Studio auf der offiziellen Seite der Bundesförderung nicht mehr auf.

„Schreibt uns noch nicht ab“, heißt es weiter. Um einen neuen Partner für das Spiel zu finden, werden sie „alles tun, was nötig ist.“ Das bedeutet wohl, dass dieses nicht von Embracer finanziert wird. Sollte man keinen neuen Partner finden und als eigenständiges Studio nicht bestehen können, steht vermutlich die Schließung an (via PC Gamer). Trotzdem sei das Team überzeugt, die Kurve zu bekommen: „Wir sind kreative Köpfe und es mangelt uns nicht an Ideen! Wir halten zusammen, egal was passiert.“

Zuletzt musste mit Mimimi bereits ein großes deutschen Entwicklerstudio schließen. Zudem wird Daedalic Entertainment in Zukunft keine Spiele mehr selbst entwickeln, sondern nur noch als Publisher fungieren. Bereits vor einigen Tagen gab das Studio Threaks aus Hamburg via LinkedIn bekannt, dass Mitte 2024 der Betrieb komplett eingestellt werden wird.

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