In der der Games-Branche zu arbeiten, könnte für Angestellte deutlich angenehmer sein. Um das zu erreichen, stellt die Gewerkschaft eine Reihe an Forderungen auf.
Für Viele ist es ein Traum, in der Games-Industrie zu arbeiten. Trotzdem könnten die Bedingungen natürlich noch viel besser sein. Aus diesem Grund haben Beschäftigte in Kooperation mit ihrer Gewerkschaft ver.di im Rahmen der devcom Developer Conference in Köln eine Liste mit Verbesserungsvorschlägen erstellt.
„Um nicht länger nur über Belastungsspitzen, Belästigung und intransparente Entscheidungen zu klagen, haben sich Beschäftigte der Games-Branche als Game Devs Roundtable (GDRT) aktiv in ver.di organisiert“, heißt es auf der Seite der Gewerkschaft. „Unser Ziel ist es, gemeinsam die Arbeitsbedingungen deutlich zu verbessern. Wir setzen uns für faire Gehälter, tarifvertragliche Regelungen, längere Kündigungsschutzfristen sowie die Gleichstellung der Geschlechter ein. Es braucht dringend ein Umdenken in der Branche.“
So lauten die sechs Forderungen
Faire Gehälter: Trotz Rekordgewinnen in der Branche stagnieren die Gehälter der Beschäftigten und halten nicht mit der Inflation Schritt. Wir fordern deshalb jährliche Gehaltsanpassungen und faire Bezahlung.
Tarifvertrag: Ein Tarifvertrag regelt Arbeitsbedingungen wie Gehälter, Urlaubstage und Arbeitszeiten transparent und verbindlich. Wir streben an, solche Verträge schrittweise in Unternehmen und letztlich in der gesamten deutschen Games-Industrie zu etablieren.
Arbeitszeiten: Überstunden sollten immer freiwillig sein und nicht zu Nachteilen führen. Beschäftigte sollen entscheiden können, ob sie Überstunden als Bezahlung oder zusätzliche Urlaubstage nehmen. Langfristig muss die Arbeitszeit bei vollem Gehalt reduziert werden.
Transparenz: Regelmäßige Informationen über den Zustand der Unternehmen, Finanzen und Projekte sind notwendig. Wir fordern frühzeitige Einbindung in Entscheidungsprozesse, um bestmöglich unterstützen zu können.
Vertragsstandards: Befristete Verträge und lange Probezeiten schaffen Unsicherheit. Wir fordern deshalb transparente Verträge, die eine gute Work-Life-Balance und flexible Arbeitsmodelle ermöglichen. Zudem verlangen wir längere Kündigungsfristen und Schutz nach Projektabschlüssen.
Gleichstellung der Geschlechter: Die Branche ist derzeit familienunfreundlich und benachteiligt Frauen. Wir fordern gleiche Aufstiegschancen, faire Bezahlung und flexible Arbeitszeiten, um systematische Benachteiligungen zu bekämpfen. Zudem müssen Opfer von Missbrauch und Belästigung geschützt und die Täter zur Verantwortung gezogen werden.
