Die aktuellen Umfrageergebnisse lassen hoffen, dass sich die Games-Branche in deutschland bald etwas erholt. Quelle/Autor: game - Verband der deutschen Games-Branch e.V.

Branchen-Daten: Zahl der deutschen Game-Studios steigt wieder – Zahl der Beschäftigten sinkt

Es knirscht im Gebälk der deutschen Games-Branche, doch die Indie-Szene hält dagegen. Während die Zahl der Beschäftigten im letzten Jahr erneut gesunken ist, schießen neue Gründungen aus dem Boden. Dieses Fazit zieht der game – Verband der deutschen Games-Branche aus einer aktuellen Datenherhebung.

Die Nachwehen der globalen Entlassungswellen machen auch vor Deutschland keinen Halt. Wer aktuell auf Jobsuche in der Spieleentwicklung ist, spürt, dass die Gürtel vielerorts enger geschnallt werden. Doch die frischen Zahlen, die der game – Verband der deutschen Games-Branche heute in Zusammenarbeit mit Goldmedia veröffentlicht hat, zeigen ein spannendes Paradoxon: Es gibt zwar weniger Jobs, dafür aber deutlich mehr Studios.

Weniger Angestellte, aber mehr EntwicklerInnen-Teams

Die harten Fakten zuerst: Die Zahl der festangestellten Köpfe bei EntwicklerInnen und Publishern ist um drei Prozent auf 12.235 gesunken. Doch gleichzeitig wuchs die Zahl der Games-Unternehmen um vier Prozent auf 956. Besonders bei den reinen Entwicklerstudios geht die Kurve mit einem Plus von sechs Prozent (auf 474 Studios) wieder nach oben.

Was hier passiert, ist offensichtlich: Während etablierte Player Stellen abbauen oder sich konsolidieren, wächst die Basis durch mutige Neugründungen. Viele Talente machen aus der Not eine Tugend und ziehen ihr eigenes Indie-Projekt hoch.

„Press Start“ wirkt: Förderung als Rettungsanker

Dass der Games-Standort Deutschland in dieser weltweiten Krise verhältnismäßig stabil dasteht und wieder einen positiven Gründungstrend verzeichnet, ist kein Zufall. Nach dem nervenaufreibenden Förder-Chaos der vergangenen Jahre greifen nun gezielte Instrumente für den Nachwuchs.

Vor allem das Gründungsstipendium „Press Start“ hat sich als massiver Booster erwiesen: Satte 75 neue Indie-Studios sind allein dadurch entstanden. game-Geschäftsführer Felix Falk sieht darin ein klares Signal an die Politik in Berlin, dass zielgerichtete Games-Förderung funktioniert. Er pocht nun darauf, dass auch die angekündigten steuerlichen Anreize (Tax Credits) zügig umgesetzt werden, um diese Wachstumsimpulse nicht direkt wieder verpuffen zu lassen.

Euer neues Werkzeug: Die runderneuerte gamesmap

Passend zu den neuen Daten gab es einen kompletten Relaunch der Plattform gamesmap.de. Für euch als Game-Devs ist das Verzeichnis ab sofort ein extrem mächtiges Networking-Werkzeug. Die Datenbank wurde von Grund auf neu gebaut und listet mittlerweile rund 1.800 Akteure auf – vom Solo-Entwickler über spezifische Dienstleister bis hin zu Hochschulen.

Wenn ihr also auf der Suche nach Kooperationspartnern, Publishern oder Freelancern in eurer Region seid, solltet ihr euch hier durchklicken. Gleichzeitig könnt (und solltet) ihr prüfen, ob euer eigenes Studio dort bereits korrekt und aktuell hinterlegt ist, um von potenziellen PartnerInnen gefunden zu werden.

Zur runderneuerten Deutschlandkarte und der Suchfunktion geht es hier direkt auf gamesmap.de.

Quelle: Pressemitteilung game – Verband der deutschen Games-Branche

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