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Spiele-Datenbank “Games und Erinnerungskultur” jetzt online +++UPDATE: Vorträge zum Nachschauen auf YouTube+++

Die Stiftung Digitale Spielekultur gibt den Start der neuen Online-Datenbank "Games und Erinnerungskultur" bekannt, die Games mit Bezug zur (deutschen) Geschichte listet.

Zum Abschluss der Fachkonferenz “Erinnern mit Games” kündigt die Stiftung Digitale Spielekultur die neue Online-Datenbank “Games und Erinnerungskultur” an. Bereits 23 Einträge von Games mit Bezug zu wichtigen historischen Ereignissen oder Strömungen aus der (deutschen) Geschichte sind dort ab sofort verfügbar. +++ UPDATE: Die Vorträge der Konferenz werden nun nach und nach auf YouTube hochgeladen und können dort nachträglich angesehen werden. +++

Am 24. Juni 2021 kamen Expertinnen und Experten aus der Games-Branche und den Geschichtswissenschaften zusammen, um gemeinsam zu ergründen, wie Videospiele zur Aufarbeitung unserer Vergangenheit – insbesondere der NS-Zeit – eingesetzt werden können.

Die einzelnen Vorträge wurden aufgezeichnet und sollen auf YouTube zum Nachschauen zur Verfügung gestellt werden. Die ersten Videos sind bereits online und über den YouTube-Kanal der Stiftung Digitale Spielekultur abrufbar.

Die Originalmeldung:

Die Fachkonferenz “Erinnern mit Games” stellte am 24. Juni 2021 einen Tag lang das Thema Erinnerungskultur in digitalen Spielen in den Fokus. 20 Speaker aus Wissenschaft und Games-Branche sowie 450 virtuelle Besucher nahmen an der Veranstaltung teil. Gemeinsam wurde das Potential von Games erörtert, historische Themen zu transportieren und die Erinnerung daran zu bewahren.

Zum Abschluss des Events stellte die Stiftung Digitale Spielekultur ihre neue Online-Datenbank “Games und Erinnerungskultur” vor, die künftig alle relevanten Spieleveröffentlichungen mit historischem Bezug listen und gleichzeitig hinsichtlich ihres Potentials für die fachliche Diskussion einordnen soll.

„Ich bedanke mich herzlich bei allen Speakerinnen und Besucherinnen, die sich auf der Fachkonferenz in den Dialog zwischen Games- und Erinnerungskultur mit eingebracht haben“, schloss Çiğdem Uzunoğlu, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Spielekultur, die Konferenz. „Mit unserer neuen Online-Datenbank ‘Games und Erinnerungskultur’ wollen wir dieses Zusammenspiel weiter verstetigen und allen Interessierten eine Anlaufstelle bieten, die fortwährend über die Entwicklungen an der Schnittstelle zwischen digitaler Spiele- und Erinnerungskultur informiert.“

In unserem Interview mit Historiker Felix Zimmermann, der auch als Speaker auf der Fachkonferenz geladen war, haben wir uns das Thema “Games und Erinnerungskultur” genauer angeschaut.

Das listet die Datenbank “Games und Erinnerungskultur”

Zum Start der Online-Datenbank wurden bereits 23 Einträge veröffentlicht. Die gründlich kuratierte Sammlung soll in Zukunft beständig erweitert werden, erhebt also keinen Anspruch auf Vollständigkeit

Neben einer inhaltlichen Zusammenfassung, werden die Spiele dort hinsichtlich ihrer erinnerungskulturellen Bedeutung, diverser Diskussionspunkte und Einsatzmöglichkeiten eingeordnet. Dazu gibt es ein Bewertungssystem hinsichtlich Vermittlungspotential, Zeitaufwand und Komplexität der Games.

Bei der Kuration und Einordnung der Spiele mit ganz unterschiedlichen Ansätzen der Vergangenheitsvermittlung wird die Stiftung Digitale Spielekultur vom Arbeitskreis Geschichtswissenschaft und Digitale Spiele unterstützt.

Die bisherige Auswahl umfasst vor allem Titel, die sich mit den beiden Weltkriegen im 20. Jahrhundert befassen, darunter unter anderem Battlefield 1 (DICE-Digital Illusions CE, 2016) oder Through the Darkest auf Times (2020, Paintbucket Games).

Auch der Kolonialismus im 18. und 19. Jahrhundert, beispielsweise vertreten durch Assassin’s Creed: Liberation (Ubisoft Sofia, 2012) und Curious Expedition (Maschinen-Mensch, 2016), wird häufiger thematisiert. Dazu kommen Titel, die sich mit zeitgeschichtlichen Themen auseinandersetzen, wie Spec Ops: The Line (Yager Development, 2012) oder Jessika (Tritrie Games, 2020).

Mit Papers, Please (Lucas Pope, 2013) oder The Inner World: Der letzte Windmöch (Studio Fizbin, 2017) spielen einige Titel zwar in einer fiktiven Welt, in der aber realhistorische Systeme abgebildet und so thematisiert werden.

Die Liste umfasst sowohl deutsche als auch internationale Produktionen. Vom AAA- bis zum Indie-Titel ist alles vertreten. Auch in Sachen Genre wird von Shooter bis Serious Game ein breites Spektrum abgedeckt.

Die Datenbank ist auf der Homepage der Stiftung Digitale Spielekultur ab sofort abrufbar. Alles über die Fachkonferenz “Erinnern mit Games” findet ihr hier.

Quelle: Stiftung Digitale Spielekultur

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