Gaming und Abo – das passt nicht

Quelle: Microsoft

Unternehmen geben sich wirklich Mühe, ihre Gaming-Abos attraktiv zu machen. Doch wenn ich mir das Glitzern ob all der tollen Spiele aus den Augen reibe, bleibt ein Modell, das für mich absolut unattraktiv ist.

Ubisoft hat den vorläufigen Katalog von Uplay+ bekannt gegeben. Über 100 Spiele diverser Genre und Gaming-Epochen. Auch neue Titel wie Watch Dogs Legion sind dabei. Kurz: Eine attraktive Liste. Bei der Ankündigung auf der E3 dachte ich mir noch, 15 Euro für den Katalog eines einzigen Publishers ist ziemlich viel Geld. Aber alleine ein Spiel zum Neupreis sind vier Monate Abonnement.

Sogar noch mehr hat der Xbox Game Pass (Ultimate) zu bieten. Viele neue Spiele und Rabatt, wenn man sie kaufen möchte. Tatsächlich habe ich seit einigen Monaten ein Abo. Nur genutzt habe ich bisher es kaum.

Ein Abo-Service für Games lohnt sich nur für Vielspieler. Wenn man wie ich, Spiele kauft und sie direkt oder nach kurzem Anspielen ins Regal stellt, um sie irgendwann zu zocken, ist das Modell unbrauchbar. Es entsteht ein Druck zu spielen, denn irgendwann verschwinden die Titel aus dem Angebot.

Vor dem Abschluss eines Abos sollte man sich überlegen, wie viele der Spiele man wirklich nutzen wird. Es wird wohl niemand auf die Idee kommen, Die Siedler 1 bis 7 durchzuspielen. Besonders für Retro-Spiele halte ich das Konzept für unsinnig. Diese müssten dauerhaft Teil des Katalogs bleiben.

Bei Video-Streaming funktioniert das Konzept für mich. Allerdings habe ich zu Filmen und Serien ein anderes Verhältnis als zu Games. Nur die besten Produktionen werden gekauft, den Rest habe ich nach wenigen Wochen ohnehin wieder vergessen. Quasi einmal rein und wieder raus gestreamt. Aber Spiele gehören ins Regal – oder zumindest auf die Festplatte.